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Bucli II. Kap. 3. §. 23.
Platz fanden, in denen er die Pflanzen als Nahrungsmittel betrach-tet, berechtigt uns natürlich zu keinem Schluss auf den Charakterdes ganzen AA erks. Zu beklagen ist noch, dass mit Ausnahmezweier die übrigen hierher gehörigen Stellen des Phanias säniint-licli in den drei ersten Büchern der Deipnosophisten Vorkommen,die wir bekanntlich nicht mehr in der Gestalt, die ihnen Athenäosgegeben, sondern nur im Auszuge besitzen. Da ihrer nur wenigesind, führe ich sämmtliche auf Pflanzen bezügliche Stellen an.
A us Buch I.
Pag. 29 F. (edit. Casaubon.). Phanias der Eresier sagt, dieMendäer besprengten die Trauben auf der Rebe mit Eselsgurken-saft, und dadurch würde der "Wein weich.
Es liegt nahe zu glauben, die Mendäer hätten die Be-sprengung mit dem ekelhaft bitte™ und abführenden Saft derMomordica Elaterium Linn. in derselben Absicht vorgenommen,in der z. B. die Rheinländer die am AVege stehenden, den Nä-schern ausgesetzten Trauben mit Ivalkwasscr zu besprengenpflegen, um jenen den Appetit zu verderben. — AVeich (iicc/.a-y.ik) heisst ein milder lieblicher AVein, wie der der Mendäersoll gewesen sein. Nicht ohne AVakrscheinlichkeit vermuthetaber Casaubonus, es sei fue/.cty.uy.nv , erweichend, weichen Leibmachend, zu lesen; und so hat Dalechamp übersetzt.
Pag. 31 F. Ueber die Bereitung des Anthosmias (des Blu-menweins) sagt Phanias der Eresier folgendes: dem Most wirdhinzugegossen auf fünfzig Theile ein Theil Meerwasser, so ent-steht Anthosmias. Und wiederum; Anthosmias wird kräftiger ausjungen als aus alten Vfeinstöcken, und bald darauf sagt er: un-reife Trauben, zusannnengekeltert, stellten sie weg, und es wardAnthosmias.
Da Anthosmias hier offenbar nicht ein aus wohlriechendenKräutern bereiteter AA ein ist, möchte ich darunter einen solchenverstehen, der nach unserer Ausdrucksweise viel Blume hat,bekanntlich öfter ein A'orzug der leichten als der sehr schwe-ren AA' eine.