Band 
Dritter Band.
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Buch XI. Kap. 7. §. 47.

zu haben, weil sie oft ziemlich weit vom Original abweichen. Waser aus Pappos genommen, was nicht, lässt sich in den meistenFällen nicht mehr ermitteln; auffallend ist jedoch die verhältniss-mässige Umständlichkeit, mit der er in Armenien fast jedes Dorfnamhaft macht, in andern Ländern sich meist begnügt zu sagen,wie viel Berge Flüsse und Städte sie besässen, ohne auch nur ihreNamen zu nennen; noch wichtiger ist aber, dass er Städte undpolitische Grenzen anführt, die zu des Pappos Zeit noch nichtexistirten. Mit Sicherheit lässt sich demnach keine seiner Angabenauf des Pappos Zeitalter zurückführen, ausgenommen diejenigen,die wir aus noch ältern Griechen kennen. Was aber das Wich-tigste ist, auch zur Zeit des Moses von Choren existirte vieles,wovon der Verfasser spricht, entweder noch gar nicht, oder nichtso, wie er es darstellt. Ein einziges mal beruft er sich noch aufeinen andern Schriftsteller, auf des Konstantinos Anti och e-nos christliche Topographie; allein diesen Schriftstellerkennen wir sonst nicht. Sollte die christliche Topographiedes KosmasAlexandrinos genannt Indikopleustes gemeintsein? Was unser Verfasser aus dem Werke anführt, steht in letztermwirklich, ist jedoch nicht charakteristisch genug, um eine sichereFolgerung zu gestatten. Meine Leser erinnern sich wohl noch ausdem vorigen Bande Seite 383, dass dieser Mann ein Zeitgenossedes Moses von Choren war. Doch wie dem sei, St. Martin ziehtaus einer Reihe scharfsinniger Bemerkungen zu den historisch-geo-graphischen Angaben unsers Verfassers den Schluss, dass er höchstwahrscheinlich erst um 950 geschrieben habe; und dadurch verlierenplötzlich die meisten seiner Angaben den ihnen von Sprengel undAndern bisher eingeräumten Vorzug der Priorität. An sich abersind sie so kurz, dass der Naturforscher wenig daraus abnehmenkann. Doch wollen wir sie einzeln durchgehen, da es immer merk-würdig genug bleibt, auch in der so armseligen armenischen Lite-ratur wenigstens einiges von botanischem Interesse zu finden.

Pag. 339. Die Insel Corsica erzeugt Gold und Silber, so wiedie Pflanze genannt Dznepeg (l’asperge). Vielleicht ein Missver-ständnis. Indess sagt Simeon Seth , der vermuthlich kurz nach