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Dritter Band.
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Buch XI. Kap. 3. §. 62.

incolimus“ *). Dass er die Schule zu Fulda besucht, leidet keinenZweifel, da er den Hrabanus Maurus seinen Lehrer nennt 1 2 ); ober aber vor- oder nachher auch die Schule zu St. Gallen oder diezu Reichenau (Augia dives) besucht habe, wird bestritten 3 ). Einerseiner eigenen Schüler, der reichenauer Mönch Ermenricus sagt inder Zueignung seines Buchs von der Grammatik an Grimaldus denAbt von St. Gallen : „Domnus Walhafredus tibi notissimus, quemetiam tu ipse, ut peritus cathegetfi, peritum sophistam enutristi“ 4 ).Das wäre schlagend, wenn fest stände, dass Grimaldus zuvor nie-mals weder zu Fulda noch zu Reichenau unterrichtet hätte; dochdarüber wissen wir, oder weiss ich wenigstens nichts. Aber imJahr 825 befand sich AValafridus nach kaum vollendetemachtzehnten Lebensjahr zu Reichenau , besang die im Jahrzuvor daselbst vorgekommenen Visionen des Mönches Wetinus,widmete das Gedicht jenem Grimald, und nannte in der Zueig-nungsschrift nicht diesen, sondern den Hrabanus und den reiche-nauer Mönch Tatto seine Lehrer 5 6 ). Nach der Histoire literairede la France empfing er den ersten Unterricht in Reichenau , gingdann nach Fulda, und kehrte von da sogleich nach Reichenau zurück. Hier ward ihm mit vielem Erfolg die Leitung des Unter-richts übertragen, und er darauf im Jahr 842, und im Alter vonnur fünf und dreissig Jahren zum Abt erwählt. Schöttgenlässt ihn zuvor noch Decan des Klosters zu St. Gallen sein, ohneeine Quelle anzugeben, oder von Andern unterstützt zu werden.Trithemius s ) macht ihn gar zum Abt von St. Gallen . Aber einerder ältesten und zuverlässigsten Gewährsmänner, Hermannus Con-

1) Abgedruckt von Schüttgen im letzten Bande von Fabricii biblioth.latina mediae et infimae aetatis , voce Walafridus Strabus , VI, pag. 310 editionisPatavinae in 4.

2) Nach Mabillon l. c. und Andern.

3) Man vergleiche die angeführte Stelle bei Schöttgen für St. Gallen ,und Mabillon l. c. für Reichenau .

4) Abgedruckt bei Schöttgen l . c.

5) Nach seiner eigenen Dedicationsschrift bei Mabillon l. c.

6) Trithemii scriptor. ecclesiast. cap, 646.