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Dritter Band.
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Buch XI. Kap. 3. §. 62.

tractus *), von 1043 bis 1054 selbst Münch zu Reichenau und Ver-fasser der Chronik seines Klosters, weiss nichts davon. Er sa^tnur beim Jahr 842: „Augiae Walahfridus Strabo, vir doctus,abbas duodecimus praefuit annis septein, qui multa ingenii suinionimenta metro et prosa reliquit.“ Und beim Jahre 849: Augiae"Walahfridu s Strabo abbas obiit. Eben dies StillschweigenHermanns macht auch die freilich aus Handschriften entnommeneNachricht bei Goldast 1 2 ) sehr verdächtig, Valafrid hätte seiner ge-lehrten Studien wegen die Geschäfte der Verwaltung des Klostersso vernachlässigt, dass er sein Amt als Abt hätte niederlegenmüssen, und aus dem Kloster vertrieben wäre. Jedenfalls, ver-sichert die llistoire literaire de la France mit Recht, müsste erdenn doch später in sein Amt wieder eingesetzt sein. Denn gewissist, dass er Abt von Reichenau war, als ihn König Ludwior derDeutsche im Jahr 849 als Gesandten an seinen Bruder Karl denKahlen nach Frankreich schickte 3 ). Auf dieser Gesandtschafts-reise starb er nicht älter als zwei und vierzig Jahr.

Unter Walafrids Schriften geht uns nur Eine an, sein Hor-tul us, ein Kranz von fünf und zwanzig Gedichten in überhaupt444 Hexametern, von denen jedes, ausser dem ersten und letzten,eine Pflanze seines Gartens besingt. Gedruckt ist der Ilortulussehr oft, bald einzeln, bald als Anhang ähnlicher Schriften, bald ingrossem Sammlungen theils medicinischei theils kirchengeschicht-licher Schriften. Die neueste und beste Ausgabe ist:

Walafridi Strabi hortulus, carmen, ad eod. ms. veterumqueeditionuni fidem recensitum, lectionis varietate notisque in-structum. Accedunt analecta ad antiquitates florae Germanicae

1) llerimanni Augiensis chronicon , in Pertz monimenta Germaniae hi.<to-nca tom. VII (scriptorum tom. F), pag. 104.

2) Goldast rerum Alamannicarum scriptores tom. II, pars 7, pag. 12, nachder Hist. Ut. de la France l. c.

3) Die Beweisstellen hierfür, wie für seinen Tod wahrend der Gesandt-schaftsreise findet man bei Mabillon annales ordinis St. Benedicti tom. II.pag. G-'oO sq. Der Ilauptzeuge ist Walafrids Schüler Ermenricus in seinemBuch d grammatica.