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Dritter Band.
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Buch X.r. Kap. 3. §. 62.

et capita aliquot Macri nondum edita. Auctore F. A. Reuss.

Wirceburgi 1834, in 8.

Es ist dazu eine bis auf Kleinigkeiten im Ganzen sehr correctemiinchener Handschrift nebst den bessern alten Drucken benutzt,und grossen Fleiss hat der gelehrte Bearbeiter auf Sammlungvon Parallelstellen bei Lucretius, Virgilius, Ovidius , Columella, Pli-nius, Serenus Samonicus und dem sogenannten Plinius Valerianusverwandt, so dass schon daraus die Vertrautheit unsres Dichtersmit einem beträchtlichen Theil der altern Literatur hervorleuchtet.Kurz zuvor hatte Choulant seiner demnächst genauer anzugeben-den Ausgabe des Macer Floridus von 1832 als Anhang IVa-lafridi Strabonis hortulum beidrucken lassen, und schon man-ches zur Berichtigung des Textes gethan. Die andern betracht-lieh altern Ausgaben übergehe ich. Alan findet sie sowohl beiKeuss als auch bei Choulant in seinem Handbuch der Bücherkundeder altern Medicin sorgfältig verzeichnet.

Die besungenen Pflanzen sind:

1. Salvia ,

2. Ruta,

3. Abrotanum,

4. Cucurbita ,

5. Pepones,

6. Absinthium,

7. Marrubium,

8. Feniculum,

17. Apium,

18. Betonica,

19. Agrimonia,

20. Ambrosia,

21. Nepeta ,

22. Raphanus,

23. Rosa.

9. Gladiola,

10. Libysticum,

11. Cerefolium,

12. Lilium,

13. Papaver,

14. Sclarea,

15. Mentha,

16. Pulegium,

Eigentliche Beschreibungen derselben giebt Walafrid nicht; —dazu, hätte er es auch gekonnt, war er ein zu guter Dichter, —aber lebhaft fasst er die Natur seiner Pflanzen auf, die er nichtbloss dem Namen nach aus Büchern kannte, sondern in seinemKlostergarten täglich vor Augen und unter Händen hatte, undbezeichnet sie durch einzelne kleine Züge oft recht glücklich. Dannfolgt die medicinische Anwendung nach alten Mustern, und sogardiesen trockenen Angaben weiss er oft etwas Leben einzuhauchen,

so dass er als Dichter meinem Gefühl nach hoch über Serenus Sa-monicus steht, den er sogar in der Correctheit und dem Wohllaut