Buch 
Anleitung zur praktisch-ökonomischen Fabrikation des Zuckers und eines brauchbaren Syrups aus den Runkelrüben, so wie zur anderweitigen Benutzung derselben ... / ausgearbeitet von Sigismund Friedrich Hermbstädt
Entstehung
Seite
4
JPEG-Download
 

gellt und FruKtällren still Jnn- und Ausländer be-müht haben, Zucker danusteden. Wcs was mandaraus gewinnt, ist bloß ein süßer Srrup, der nicht,oder nur äußerst schwer krisialasirbar ist, ardstcnthcilsbloß in Saileim;ucker befiehet, und den einer in derLbatschrgroßenSüßigkeit, doch immer noch einen bis-her nicht vertilgbaren grasartigen Beygeschmack besitzt.

§> L.

So wie es nur ein einziges wahres Küchensal;m der ganzen Namr giebt, das sich immer gleichbleibt, es mag aus diesem oder einem andern Tbeiledes Erdbodens gewonnen, es mag aus dem Welt-meere, oder aus unsern gewöhnlichen Sa!;soolcngezogen worden seyn, wenn solches nur rein, und vonallen fremdartigen nicht zu seinem Wesen gellöriaenMaterien b> revet worden ist: eben so giebt es auchnur einerley Art des wahren und wirklichen Zuk«kers, der sich immer gleich bleibt, er mag aus demZuckerrohr der beyden Indien , aus den Ahorn-bäumen Nord-Amerikas oder Europas , oder aus derRunkelrübe, gezogen worden seyn, die unsermvaterländischen Boden so vollkommen aclimausirt ist.

§. Z.

Dieses wird hinreichend seyn, das Vvrurtheilderjenigen zu widerlegen, welche, aus Mangel einerhinreichenden Kenntniß von der Natur des Zuckers,«och immer in dem Wahne stellen, daß nur alleindas indische Zuckerrohr eine» wahren Zucker dar-bieten könne, und daß hingegen der Juckerstoff,der in den bey uns cinheiwischcn Pflanzen vorban-den liegt, zwar ei» demZucker alml chesWescn, kei-«eswegcs aber einen wirklichen Zucker ausmache.