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Anleitung zur praktisch-ökonomischen Fabrikation des Zuckers und eines brauchbaren Syrups aus den Runkelrüben, so wie zur anderweitigen Benutzung derselben ... / ausgearbeitet von Sigismund Friedrich Hermbstädt
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11
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Zweyter Abschnitt.

Vorn Anbau der Runkelrüben.

§. 20 .

Um die Runkelrübe anzubauen, wird selbigeauS ihrem Saamen gezogen, den sie im zwemenJahre immer sehr reichlich producirt. Da aberdie Runkelrüben, nach der verschiedenen Naturdes Bodens, worin sie gebauet werden, so wienach der Art des Mistes, womit das Land qe-düngci worden, immer einen sehr bedeutenden Un-terschied in der Grundmischung erkennen lassen, soist es nothwendig, daS Hauptsächlichste hier zuerörtern, worauf es beym zweckmäßigen Anbaujener Feldsrncht ganz vorzüglich ankommt. .

§. '21.

Ist eS blos die Absicht, die Runkelrüben zumViehfurter zu bauen, so ist jeder Boden dazugleichgültig, er sey fest oder locker, so w-e eben-falls die Wahl des Düngers hier in keinen beson-dern Betracht kommt; und man wird immer einesmehr oder weniger reichen Ertrags sich zu erfreuenhaben, je nachdem der Boden höhere oder gerin-gere Fruchtbarkeit besitzt, wenn nur der Acker tiefgenug gepflügt wird, und eine mäßig feuchte Jah-reszeit den Wachsthum der Rüben begünstigte.

§- 22.

Ist es aber die Absicht die Runkelrüben zucultiviren, um mit Vortheil Zucker d -raus zu be-reiten, so sind Boden und Dünger nicht gleichgül-