Erscheinungen, durch Brechung u. Spiegelung des Lichtes in d. Atmosphäre bewirkt. 257
Das Rohr ab, dessen Länge ungefähr 10 Zoll beträgt, ist um seine Axeinnerhalb einer Hülse <1/drehbar, welche an ihrem oberen Ende einen getheil-ten Kreis gh trägt, denSi(l. 108. wir den Stundcnkreis nen-
nen wollen. Am unterenEnde der Röhre ab ist dasNicol'schc Prismas ange-bracht, während das ent-gegengesetzte Ende derRöhredurch zwei Glasplatten ver-schlossen wir-, zwischen denenein dünnes Gypsblättchcneingekittet ist. Die Arendesselben müssen die bereitsbezeichnete Stellung zu derSchwingungsebene des Ni-cols haben.
Am einfachsten verwen-det man zu diesem Zweckein kleines, durch Spal-tung erhaltenes, parallelo-grammatisches Gypsblätt-chcn (Lehrbuch der Physik,4teAnst. Bd.I. Seite 584),dessen große Diagonale 1 bis1 (2 Centimctcr beträgt.
An dem Rohre ab ist ein Ring befestigt, welcher einen Zeiger trägt, undwelcher auf dem Kreise gh aufsitzt. Dieser Zeiger nimmt also an der Drehungder Röhre ab Theil und bewegt sich dabei über die Theilung des Stundcnkrci-ses gh hinweg. Die Richtung des Zeigers fällt mit der kleinen Diagonale desRicols, also mit der Schwingungsebene desselben zusammen.
Der Kreis gh ist in Stunden und Untcrabthcilungen derselben, etwa bis
Fig. 169.
Müller'» kosmische Phnsik.
auf Viertelstunden eingetheilt; denn großeGenauigkcil kann man von einer Polaruhrdoch nicht erwarten.
Der Deutlichkeit wegen ist Fig. 169der Stundcnkreis gh mit seiner Theilungsammt der von der Seite des Gypsblätt-chens her gesehenen Röhre ab und dem Zei-ger unverkürzt und in doppeltem Maßstabder Figur 168 dargestellt.
Die beiden Thcilstriche, welche in diedurch den Mittelpunkt der Theilung gelegteHorizontale falle», sind mit 6 bezeichnet;
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