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Das Polarlicht / von Hermann Fritz
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Elftes Kapitel.

ehern Lichtbogen, sah ich die Region momentan durcheine schwache Spectrallinie sich erhellen, allein wegender geringem Intensität dieser Strahlen kann man dasLicht doch monochromatisch nennen.

Angström setzt hinzu:Im März 1867 war eineWoche hindurch für Upsala das Zodiakallicht ausser-ordentlich intensiv und gab die gleichen Spectrallinien.Endlich fand ich in einer sternhellen Nacht, währendwelcher der Himmel gewissermaassen phosphorescirte,Spuren derselben selbst in dem schwachen Lichte, wel-ches von allen Gegenden des Firmaments ausging. Einemerkwürdige Thatsache ist, dass die Linie mit keinerder bekannten Linien im Spectrum einfacher und zu-sammengesetzter Gase zusammenfällt, wenigstens soweitich dieselben studirt habe. Aus dem Gesagten gehthervor, dass ein intensives Nordlicht wahrscheinlichein verwickelteres Spectrum ergeben wird, wodurchman dann vielleicht auf die Natur desselben kommenkann.

0. Struve (Bulletin de 1Academie imperiale de Saint-Petersbourg, Ild. XIII) beobachtete im April 1868 zuFulkowa lebhafte Nordlichter und gelangte zu Re-sultaten, die mit den Angströmschen Beobachtungenübereinstimmen. Ueberall, wo sich nur Spuren desNordlichtes zeigten, war das Licht monochromatischmit einer einzigen gelben Linie, deren Intensität woletwas, deren Lage jedoch nicht wechselte, ob das Lichtvon Strahlen oder von ruhigem Lichte ausging. DieLinie lag l,i. r , Theile der Scala von I) nach E hin,was mit 1259 der Kirchhoffsehen, mit 557 der Ang-strömschen Scala übereinstimmt.

Mährend des grossen Nordlichtes vom 15. April 1869erhielt Winlock ein Spectrum mit folgenden sieben Li-nien nach Huggins Spectrum:

1280, die hellste; 1400, 1550, 1680, eine nahe bei F,2640 und eine nahe bei G.

Die hellste Linie war 20 mal so hell als die übrigen.