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Mineralogische Geographie der chursächsischen Lande / von Johann Friedrich Willhelm Charpentier
Entstehung
Seite
36
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Z6

Erste Abthei- Grad r und eine dergleichen Gruppe hat gemeiniglich das Ansehen eines ab«lu»g. gestutzten Kegels, wovon die innern Säulen senkrecht, und die äußem unterabgedachtem Winkel stehen.

Dieses wäre also alles, was von diesen Basaltsäulen noch über Tage zusehen ist. Den Umfang, den sie, ehe das Schloß darauf erbauet wordenist, eingenommen haben, kann man eben so wenig mehr genau bestimmen,als ihre ehemalige ganze Höhe, mit welcher sie aus den Bergen hervorragten.Doch laßt sich auf einen weitem Umfang derselben daraus schließen, daß sieauch in einigen Kellern des unten am Berge gelegenen Städtchens ange-troffen werden: und ihre beträchtliche Menge läßt sich auch aus dem Ge-brauche, den man davon gemacht hat, abnehmen. Denn das ganze ziemlichgroße Schloß, die Stadtkirche, die Mauem und das Pflaster der Stadt,sind alle von Basalt erbauet. Man nehme hierzu noch die unzählbaren Ge-schiebe, die man um Stolpen herum davon findet, die vielen Stücken voneinigen Fuß lang, die man nach Dresden und andern umliegenden Ortenführet, um sie als Eckpfeiler an den Häusern zu brauchen, so erlangt dieMuthmaßung von einer großen Anzahl dieser Säulen schon einen ziemlichenGrad von Gewißheit.

Eben so gerne hatte ich wissen mögen, was immer bey Betrachtung derBasaltberge der Gegenstand meiner Neubegierde gewesen ist, wie tief wohldiese Säulen in das sie umgebende Gestein, als hier im Granit, eingesenktsind: und ob alsdenn wohl ein Uebergang aus dem Basalt in Granit, odereine andere merkwürdige Veränderung des Gesteins würde zu bemerken seyn?Zur Untersuchung der ersten Frage, dienet der vor langer Zeit hier angelegteund im zweyten Schloßhofe befindliche Brunnen, ohngeachter man damalswohl nicht an physikalische Entdeckungen dabey mag gedacht haben. Die-ser ist ganz im Basalt abgesunken. Man hat das Gestein, wegen seinergroßen Festigkeit, nicht anders als durchs Feuer gewinnen können, und aufdiese Art eine Säule nach der andern, bis in eine Tiefe von 287 Fuß, ausge-brochen. Aber jetzt kann man nicht mehr in diesen Brunnen herab, denn imletztem Kriege ist er von dem Feinde ruinirt, und alte Kanonen, Holz undandres Geräthe hinein geworfen worden. Das darüber erbaute Brunnen-häuschen war auch nun schon so wandelbar, daß man sich ihm nicht füglichohne Gefahr nahem konnte. Wie gerne ich also die innere Beschaffenheit des

Gesteins