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Mineralogische Geographie der chursächsischen Lande / von Johann Friedrich Willhelm Charpentier
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337
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Die zweyte liegt ohngefähr zoo Pachter weiter gegen Nordwest, wo das Ge- DcktteMheir.bürge schon abfallt, lind in dieser sind die Kallstötze 16 Pachter stark. In der t. Wschuitt.drittelt, die in eben der Richtung noch zoc> Lachter weiter und in noch mehrabfallendem Gebürge liegt, sind die Kallstötze i8 Wachter stark gefun-den worden.

Unter den Kalkflötzen folgt sodann ein Lager grauer Sandstein vonziemlich feinem Korne, in welchem Quarzstücken und dergleichen Geschiebein größter Menge eingestreut sind. In einigen Gruben ist dieses Sandstein-lager kaum zu bemerken gewesen, in verschiedenen aber meistens 20 höch-stens 40 Zoll stark, also von sehr ungleicher Stärke; ja inan hat es in derGrube Ellas sogar einsmals z Lachter stark gehabt. Auf dieses folgt einLager eines weißgrauen mürben Thonschiefers , der sich leicht an der Lustzersplittert und zerfallt, und abwechselnd L, r auch 2 Lachter stark ist. Vondasigen Bergleuten wird er das weiße Gebürge genennet. Unter diesen»findet man eben diesen Schiefer von einer ganz dunkelrothen Farbe, wie derbekannte rothe Bolus, und nun heißt er das rothe Gebürge. An einigenOrten ist er verhärtet, dicht, feinkörnig, und geht in wörtlichen Rothstein("I'erra rubric». C. M. §. 85.) über, wozu er auch in dasiger Gegend ge-braucht wird. Das rothe Gebürge ist eigentlich das lehte Lager dieses auf-gesetzten oder so genannten Flötzgebürges. Man hat eS nur an wenigen Or-ten durchbrochen, und folglich ist dessen Stärke in den meisten Gruben nochunbekannt. In der Grube, Ich hoffe es, ist es 8 Lachter, hingegen inden Gruben Ehre Gottes und Juliana nur wenige Lachter stark gewesen.

Es bedeckt das unterliegende Grundgebirge, welches ein dunkelgrauer dickschaa-liger Schiefer ist, hier Wacke genannt, von dem ich in der Folge nochumständlicher zu reden Gelegenheit haben werde.

Das Fallen oder die Neigung der Lager richtet fich, im Ganzen ge-nommen, meistens nach dem Abfall des Gebürges gegen Norden. Seltenliegen sie horizontal, sondern neigen sich gemeiniglich mit einem Winkel von5 bis ? Graden gegen diese Weltgegend. Eine eigene Abänderung ist hier-bey noch wahrgenommen worden, die eine nähere Beschreibung verdienet, daman ihr einen Einfluß in das Verhalten der Gänge, die zugleich in diesemGebürge gefunden werden, zuschreibt. Man findet nämlich an einigen Or-ten, daß die Kalkflötze ihre erstere Lage oder ihr Fallen auf einmal verän-

d y dem.