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Mineralogische Geographie der chursächsischen Lande / von Johann Friedrich Willhelm Charpentier
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357
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leben, Ichstadt, Burgsleben, in der Gegend von Brücken, Kelbra, DritteMheil.

Auleben, Heringen, so weit sich die Ebenen auf beyden Seiten der Hel- n. Abschnitt.

me verbreiten, die hier in der so genannten güldenen Aue, einer wegen

ihrer vorzüglichen Fruchtbarkeit und vortrefflichen Lage so benannten Gegend,

fließet. Auch außer dem thüringschen Kreise ziehet sich größtentheilö Gipü-

gebürge noch mehrere Meilen gegen Westen fort, so wie ich eö oben schon

außer den südlichen Grenzen desselben benierket habe.

VI.

Drey Stunden von Artern gegen Nordwesten, erhebet sich aus dem ebe-nen lande noch eine Kette VÜU Bergeu , die sich in einer länge von ohnge-fahr drey Meilen, bey Kelbra und Heringen vorbey, bis in die Gegend vonNordhausen ziehet, mit der oben genannten Haynleite parallel lauft, inAnsehung der Höhe aber so sehr verschieden ist und einige so hohe Punktehat, daß diese und die Finne dadurch zu Hügeln gemachet werden. DasDorf Tilleda, wo zur Zeit der sächsischen Kaiser ein kaiserlicher Pallast ge-wesen seyn soll, liegt am Fuße dieses Gebürges, und erhebt sich von da aussehr steil. Es theilet sich hier in zwey Bergrücken, die ein sehr tiefes Thaleinschließen, das sich nach und nach um so mehr verenget, da in der Gegend,wo ehemals das Schloß Rothenburg ohnweit Kelbra gestanden hat, beydeBergrücken wiederum zusammenlaufen, und sich von da als eine gemein-schaftliche Kette weiter fortziehen. Der eine dieser Bergrücken, so gegenSüden liegt, ist über und über mit Holze bewachsen. Man siehet nirgendshervorragendes Gestein: und hätten nicht die Alten, in Hoffnung Schätzehier zu finden, einen Stolln, der Gdidborn genannt, in das Gebürge ge-trieben, so würde mir es kaum möglich gewesen seyn, von der Steinart,woraus es bestehet, etwas gewisses anzugeben. In diesen Stolln konnte ichnur mit Mühe hinein kommen. Der Eingang war im Gesträuche verstecktunix man mußte 2 bis z Fuß im Wasser waden. Ich wagte mich ohnge-fähr 50 Schritt hinein, bis mir theils dies Wasser, theils auch das hier undda herabhangende Gestein den weitem Fortgang widerriethen. Doch konnte ichnunmehro deutlich wahrnehmen, daß dieses Stück Gebürge aus einem grobkör-nigen röthlichen Granit bestand, der häufig mit goldfarbenem Glimmer ge-mengt war: und dieser hat vielleicht die Veranlassung gegeben, diesen Stollnzu treiben, der, da ich sein Ende nicht sehen konnte, vermuthlich noch eine

Aaa z beträcht-