Band 
Erste Abtheilung.
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Durch Brocchi * erhielten wir Aufschluss über die ge-genseitigen Lagerungs - Beziehungen vulkanischer und neptu-nisclier Fels - Gebilde auf Sicilien, namentlich über jene,welche in der Gegend um Licodia im Tal di Nato, auf derStrasse nach Lentini , beobachtbar sind. Tertiäre Gesteine,Gyps und Mergel, sezzen die Hügel bei Licodia zusammen.In nicht weiter Ferne kommt gelblicher kalkiger Sand vor,reich an Ueberresten meerischer Thiere, und ähnlich jenem,der an den Nord- und Siidkiisten Siciliens so gewöhnlichist. Basaltische Laven, dicht, auch blasig, mit augitischenund feldspathigcn Einschlüssen, sieht man überdeckt vonjenen tertiären Gebilden, stellenweise aber durchziehen dievulkanischen Produkte den Mergel und den Gyps in man-niehfach gewundenen Gängen und Adern, oder sie findensieh darin eingreschlossen unter Gestalt grösserer und klei-nerer Nester. Zwischen Catania und Ayosta, in derlaBruca genannten Gegend, kommen vulkanische Gesteine vorüberlagert von Versteinerungs - reichem jüngerem Grobkalk.Nicht selten Indien auch die Laven auf der tertiären Felsart,oder sie verzweigen sich gangartig in dieselbe. AehnlieheErscheinungen werden in den Hügeln zwischen Busccmi undMilitello getroffen. Laven, dicht und zellig, auch Schlacken-artig, braun oder rüthlich gefärbt, bedecken den weissenmergeligen Kalk und werden auch wiederum von diesemüberlagert. Im Lodiero - Thule , durch welches die Strassenach Catania führt ** treten Laven basaltischer Natur ***,dicht, porös, zellig und schlackig, und so frisch, als wärensie eben erst dem Aetna entflossen, unter sehr interessantenBeziehungen mit Grobkalk auf, indem beide Felsarten einan-

* Bibi. Italiana. T. XXVIl, p. 56 etc.

** Höchst lehrreiche Gebirgs - Durchschnitte sind hier cntblösst, vuige-niein günstig, um die gegenseitigen Lagerungs-Verhältnisse zwischenKalk und Lava beobachten zu können.

Als solche geben sich dieselben durch die etwas zersezten Olivin-Einschlüsse zu erkennen.

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