Band 
Zweite Abtheilung.
Seite
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Riesendammes die Rede, welcher Muschel-Abdrücke enthal-ten soll. Die Fukoiden - Reste, welche Scott im Basaltdes Riesendammes gefunden haben wollte, sind auf Gliederdes Lias-Gebildes zu beziehen, welche durch vulkanischeGlüht umgewandelt worden.

Der sogenannte Hornstein des Schottischen EilandesJnch-Keith ist ein schieferiger Thon, der durch vulkanischeEinwirkung höchst fest geworden, dunkle schwarze Farbeund muschelichten Bruch angenommen hat, so dass er, fürden ersten Blick, manchen Basalten täuschend ähnlich sieht.Auch dieses Gestein scldiesst häufig kleine, zu Kiesel-Sub-stanz umgewandelte, Muscheln ein *.

Der Thonschiefer zwischen Llandeghj und Builth inBrecknockshire , reich an Orthoceratiten, Trilobiten u. s. w.erleidet durch Einfluss der ihn durchsezzenden Dolerit-Gänge auffallende Aeiiderungen; er erhärtet, wird Feuer-stein-ähnlich u. s. w. und der umgewandelte Schiefer be-wahrt die Abdrücke organischer Wesen, namentlich jeneder Triboliten, nicht selten in ihrer ganzen Deutlichkeit **.

Ohne Zweifel gehören hierher auch die Muscheln imTrapp-Gestein von Medeondah in Ostindien, in 2000 FussMeereshöhe, deren Vaysey *** gedenkt. Auf der Oberflächejener angeblich Petrefakten enthaltenden Trappe kommen,wie gesagt wird, zahllose Brocken kieseliger Gesteine mitMuscheln vor, den Geschlechtern Turbo und Cyclostoma zu-gehörig. Hier kann ebenfalls nur von umgewandeltenFelsarten die Rede seyn.

Die Angabe Beroldingens t würden wir unerwähntlassen, knüpfte sich nicht eine eigenthümliche Erklärungs-

^Necker -de Saussure, Voyaye en Ecosse . Vol. I , p. 258.

** Gilby , Edinb. phil. J'ourn. by Brewster and Jameson. Vol. II,p. 253.

Mem. of the Werner, nat. hist. Soc. Vol. V, p. 295.f Die Vulkane älterer und neuerer Zeiten. I. Th. S. 153. Späterwurde die Sache von Brückmann nochmals zur Sprache gebracht