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Weise an dieselbe, das Vorkommen von Petrefakten inBasalten betreffend. Es sollen nämlich, unweit des Boden-sees Basalte gefunden worden seyn, Gryphiten und Ammo-niten enthaltend, und im Forez will man jene Gesteine miteingeschlossenen „ Ammons - Hornschalen“ beobachtet haben,denen ihr vollkommener Perlmutterglanz verblieben. Berol-Dingen erkennt nun aus diesen Erscheinungen nicht denneptunischen Ursprung des Basaltes im gewohnten Sinne, erversucht vielmehr darzuthun, dass derselbe aus vulkanischemUrstoffe (T), aus Asche, im Wasser entstanden sey.
Aus den mitgetheilten Beispielen, deren Vermehrungfür nuzlos zu erachten, lässt sich entnehmen, dass, wie wirschon ausgesprochen und behauptet, nach allen Erfahrungen,welche gesammelt worden, und der Natur ihrer Verhältnissegemäss, die Basalte frei von versteinerten Ueber-bleibseln einer frühem Lebenwelt gefundenwurden und gefunden werden mussten * *. Die Pe-trefakten - Kunde kann folglich nicht, wie bei so vielen an-dern Gesteinen, ein unmittelbares Anhalten zur Alters-Be-stimmung gewähren; allein sehr wesentlich und sogar vonentschiedener Wichtigkeit sind die Lagerungs - Beziehungen,in welchen nicht selten die Fels-Gebilde, deren Untersuchunguns beschäftigt zu gewissen geschichteten Gebirgsarten ste-hen. Die Fortschritte des Petrefakten-Studiums machen esmöglich, eine relative Chronologie basaltischer Ergüsse fest-zusezzen, indem diese sich nämlich über Gestein-Schichtenausgebreitet haben, welche verschiedenen Zeiten zugehörige
(Crell’s chem. Ann. Jahrg. 1794; I. B. S. 103). — A. o. a. 0.
S. 49 gedenkt Beroldingen einiger andern Fundorte von vermeint-lichen Basalten mit Versteinerungen.
* Wir verweisen bei dieser Gelegenheit auf dasjenige, was Naumann(Zeitschr. für Min.; 1825 , II. B. S. 295 ff.) und Pusch (a. a.
; 1826; I. B. S. 530 ff.) über den mit Versteinerungen verbun-denen Porphyr von Toepliz bemerkten. Die organischen Reste sinddie nämlichen , welche ein Kalk führt, der vom aufsteigenden Por ■phyr durchbrochen worden.