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Versteinerungen führen. Wir gedenken nicht solche Ver-hältnisse und die daraus abzuleitenden Schlussfolgen hierzu untersuchen, es war davon im Vorhergehenden bereitsdie Rede und der nächste Abschnitt hat sich ausführlicherdamit zu befassen 5 allein einiger Thatsachen soll Erwäh-nung Geschehen, die unsere Aufmerksamkeit besonders inAnspruch nehmen.
So gewährt es hohes Interesse zu sehen, welches dieFloren dieser oder jener Gegenden gewesen, ehe die Ka-tastrophen statt hatten, durch welche Basalte entstanden.
Die Braunkohlen-Ablagerungen der Wetterau , zwischendem launus und dem Vogels—Gebirge, deren einige mit ge-waltigen Basalt-Massen überdeckt erscheinen, liefern inte-ressante Beispiele für solche Beziehungen. Ehe wir jedochvon den gegenseitigen Verhältnissen der Basalte und ihrerTrümmer-Gesteine zu den Kohlen reden, möge zuvor derVegetabilien gedacht werden, von welchen die erwähntenAblagerungen, namentlich jene von Salzhausen mehr und we-niger deutliche und bestimmbare Ueberbleibsel enthalten *.
Die fossilen Pflanzen - Reste von Salzhausen lassenFrüchte, Blätter- und Stengel-Theile unterschei-den **.
Die dicksten, die am meisten holzichten Ueberbleibselerscheinen stets ausserordentlich zusammengedrückt 5 manche
* Beim Befahren dasiger Gruben-Baue hatte ich Gelegenheit Mancheszu sammeln ; um Vieles wichtiger aber sind die Beiträge, welcheich der Giitc der Herren Ober-Finanzrath Emmerling und Dr. Klip-stein verdanke. Von besonderem Interesse sollen u. a. auch diepflanzlichen Reste in den Braunkohlen von Vorheim seyn. Ich kannnur bedauern, dass ich bei meinen Wanderungen in jenen Gegendengehindert wurde, den genannten Ort zu besuchen.
** Prof. Bronn nahm sich die Miihe, die vegetabilischen Ueberbleibselsorgsam zu untersuchen ; auf seinen Ausspruch sind die Mittheilun-gen gestiizt, welche im Texte folgen. — Ueber die Braunkohlen-Petrefakten dieser und anderer Gegenden ist zu vergleichen ; Al.Brongniart, Tableau des Terrains etc.; pag. 402.