58?. Gatt. Labkraut. Galium. 287
Sen Namen Labkraut führet; nur Herr Bergius hat Lab-bey seinen Versuchen diese Eigenschaft nicht wahrnehmen kraut,tonen. Man rühmet sie, insonderheit ihren ausgepreß.ten Saft, in hysterischen Krankheiten, und Gichten,,ja so gar wider die fallende Krankheit selbst. Mankan auch mit dem Kraute wollenes Garn gelb, undmit der Wurzel roth färben, wenn man solchts mitersteren in Alaunwosser, und mit letzterer in saurem Bierkochet; auch färbt die Wurzel die Knochen der Thiereroth, wie Färberröthe.
i2.) Weisses Labkraut. Galium Mollugo.
Mit eycund glcichbreiten, ein wenig sagenartlggezähn» Art.ten, und mit einer kleinen Spitze versehenen Blat> -lern, die |n acht und sehr ausgebreitet stehen; u yy"*schwachem niederhangendem Stengel; und ab- znchen.stedenden oder ausgebreiteten Zweigen, Galiumfoliis octonis , ovato-linearibus, subserratis,patentilTimis , mucronatis; caule flaccido ; ra-mis patentibus. LINN. Syst. veg. p. 127.
Sp pl. t;y. POLLICH. Hist. n. 154. OE-DER. FI. Dan. t. 455. Galium Mollugo. SCOP.
FI. Carn. n. 155. Galium foliis pluribus acu.tis, caule flaccido, ramis patentiliimis. LINN.
Hort. ClifF. 34. FI. Suec. n. 125. ROY.
Lugdb. 257. Mollugo montana angustifoliaramosa s. Galium album latifolium. CT BAUH.pin. 334. Rubia sylvestris laevis. C. BAUH.pin. 333. Mollugo Belgarum. LOB. Ic. 802.Mollugo DOD. pempt. 354. Galium albumlatifolium. BLAKVV. Herb. t. 168-
Diese Art wachst nebst der vorhergehenden inEuropa allenthalben; und wird insgemein weiß Wald-stroh oder Wellstroh, auch Megerkraut und Butterstielgcnennet. Man verwechselt ste bisweilen aus Unwis-senheit mit der Asperula odorata; von der siesich durch die radformige Blumen deutlich unterscheidet.
Sie hat eine perennirende Wurzel; und blühet imMayund Junius. Ihr Stengel ist aufrecht, viereckig, glatt,an den Gelenken, an denen je zween, drey, vier bis fünf
Zwei-