Band 
Fünfter Theil. Von den Kräutern.
Seite
350
JPEG-Download
 

Stachel-

nuß.

4 fo Vierte Classe. Vierter Abschnitt.

Alm. 374. Panover-Tsierava. R.HEED. Mal.11. p. 65. t. 33.

Dieses ist ein Sommergewachs, and ein«Wasserpflanze, die man sowohl in Asien, als in ganzEuropa in See», Fischteichen, »nd andern stehendenWassern, voruamlich solchen, die einen leimigen Grundhaben, amrift. Sie wird insgemein im lateinische»Tribulus aquaticus oter Nux aquatica, von denSpaniern Abrolhos ober Abrojos, von den ItalianernTribolo acquatico, von den Franzosen ssIacrcs,Lor-nuellas, Tnapas, Hsicarbots, Saligats, Trufflesd’eau, Chataignes d’eau, Wassenrüffel, Wassercasta.dien, von den Holländern, Waternoot, oder Min-kyzcr , von den Schweden Watn-noet fcöer Siö-nötter , und im Deutschen Wassernuß, Weihernuß,Stachclnuß oder Spihuuß genennet. Sie hat langeStengel, welche rund und glatt sind, und tief unterdas Wasser kriechen. Die Blatter sind von zweycrleyArt; diejenige, welche sich unter dem Wasser befinden,find in viele schmale haarförmige Lappen zerspalten; dieobere aber, welche auf dem Wasser schwimmen, sindunzertheilt und von einer rautenförmigen oder rundlicht,herzfdrmigen Figur, ungefehr einen Zoll lang und breit,stumpf, glatt, hellgrün, und am Rande tief gezähnelt,und stehen in einem dichten Büschel Wechselsweise aufanderthalb Zoll langen Stielen, die sich, wann dieFrucht reifet, wie eine Blase, aufblähen, ohne Zweifel,damit auf solche Weise der nunmehro schwehrer gewor-dene Fruchtstengel desto leichter über dem Wasser erhal-ten werde, ohne unterzusinken. Aus der Mitte dieserobern Blatter entspringt eine Aehre von weissen Blumen,welche anfänglich kurz ist, hernach aber, wann sie Früch-te tragt, sich verlängert und in die Höhe hebt. Die Blu.menblätklein sind umgekehrt - eyrund, und größer, alsder Kelch, von dessen Abschnitten zwo an der Seite,und zwo an den Ecken des Fruchtknoten stehen; aus die.fen verdickten und verhärteten Kelchstücken werden her.

nach