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Geologische Beschreibung der Inseln Madeira und Porto Santo / von G. Hartung ; mit dem systematischen Verzeichnisse der fossilen Reste dieser Inseln und der Azoren von Karl Mayer
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Schilderung von einzelnen besonders wichtigen Oertlichkeiten etc.

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Gebirgsbach, welcher, durch Regengüsse angeschwollen, grösstentheils darüberhinwegströmt, etwas abgeschliffen ist. Ueber diesem Hypersthenitfels liegtgelber Tuff und darüber erhebt sich der Tracliytdom der Achada, der aufTafel VII Fig. 3 unterhalb der Penlia dAguia mit einem fliegenden Vogel an-gedeutet ist. In demselben Thale ist ausser dem Hypersthenit- ein grünlichgrauschwarzes, matterdiges Diabasgestein mit seltenen und kleinen Feldspath -kristalleu aufgeschlossen. Der höchste Punkt, bis zu welchem der Hypersthenithier. hinaufreicht, liegt 750 Fuss oberhalb des Meeresspiegels, die Entfernungbis zur Küste mag etwas über *4 Minute betragen.

In einer anderen Richtung mehr gegen Süden hin, nicht eben weit vonder Küste ist ausser einem grünlich schwarzen Diabasporphyr mit Ein-mengungen von Feldspath und einem mehr oder weniger .veränderten olivin-artigen Mineral, der Melaphyrmandelstein gefunden, der bereits früher in derBeschreibung der die Inseln zusammensetzenden Felsarten erwähnt wurde.Noch mehr landeinwärts, etwa eine Minute von der Küste bei Porto da Cruzentfernt, und in einer Meereshöhe von ungefähr 450 Fuss tliesst der Ge-birgsbach über einen Hypersthenitfels, der vom Wasser abgeschliffen ist, aufder linken Uferseite etw : a 50 Fuss über dem Bachbette aufragt und voncompactem Basalt überlagert wird. Der enge Thalweg der nicht sehr tiefenSchlucht steigt ziemlich schnell an. Im Grunde derselben sind bis gegen 700 F.oberhalb des Meeres in Zersetzung und Umwandelung begriffene Massen vonmatterdigem Ansehn aufgeschlossen, Felsarten, die offenbar ebenfalls derälteren Hypersthenit und Diabasformation angehöfen. Vulkanische Gesteinestossen daran oder setzen als Gänge hindurch. Darüber lagern meist gelb-liche tuflärtige ungeschichtete Massen, die von 850 Fuss oberhalb des Mee-res den Thalgrund erfüllen und grösstentheils die oberste .Schicht darstellen.An den oberen Gehängen haben sie mehr den Character von zersetzten undumgewandelten aggiomeratartigen Massen, erst tiefer abw-ärts sind es ge-schichtete gelbe Tuffen, die in den Abstürzen an der Küste kleine gerundeteGeschiebe in dünnen, auskeilenden Bändern enthalten.

Die neuesten Ablagerungen dieses Thaies bilden die den geschichtetenTuffen aufgelagerten Trachyte. Sie stehen in der Richtung von WSW nachONO in vier Partien hinter einander an und mögen zum Theff als-geson-derte Kuppen, zum Tlieil aber auch stromartig abgelagert: worden sein. Essind bläulich oder graulich weisse, zum Tlieil rauchgraue Trachyte -mit spar-samen Einmengungen von mattweissen Feldspathkristallen, alle, mehr oderweniger in Zersetzung oder Umwandelung begriffen. Die Grumlmasse er-scheint zum Tlieil dicht, gefrittet aber matt, oft ist sie auch schuppig körnigoder sehr feinkörnig und lässt sich wie bei den Domiten in kleinen Stück-chen zwischen den Fingern zerbröckeln, sehr häufig endlich bemerkt man