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Erster Theil. Sphärische Astronomie.
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Sphärische Astronomische

als Scheidemünze brauchen in den Perioden der großem Theile des Weltalls. Unddoch kann der Mensch selbst hieraus lernen, mit Secunden zu geitzen, wenn er beygenauerer Kenntnis dieser großen Maschine sieht, daß vielleicht einzelne versäumte Se-cunden hinlänglich waren, die Ordnung ihres Ganges zu stören, und das ganze Ge-bäude auf immer zu zertrümmern.

Die übrigen Wissenschaften sind wie die Geschichte einzelner Staaten; dieAstronomie ist die Weltgeschichte. Jene sind nur für einzelne Völker oder Klaffenvvn Menschen, und verlieren zum Theil mit der Zeit, und bei reiferem Verstände desMenschengeschlechts, ihren ganzen Werth; diese ist für jeden Bewohner der Welt wich-tig, und selbst die Ewigkeit kann sie ihrer Vollkommenheit näher bringen, aber ihrnichts von ihrem Werthe rauben. Sie ist das gemeinschaftliche Band, das den Erden-bewohner mit den denkenden Wesen der fernsten Milchstraße, als Verehrer derselbenWissenschaft vereinigt. Perioden von wenigen Stunden, bis zu Perioden die sich durchJahrtausende kaum messen lassen, drücken ihr das Siegel der Ewigkeit auf. Erstremusten ihre frühesten Schüler zur Erforschung ihrer Geheimnisse locken, und ihnen denWea dazu erleichtern; leztre werden noch ds» einen unerschöpflichen

Stoff zu den wichtigsten Entdeckungen geben. Von dem ersten verworrenen Beqrff vonrtäglichen Umlauf der Sonne und der übrigen Sterne um die Erde, bis zur Kenntnisvon der wahren Bewegung des lezten großen Rades — welche ungeheure, vielleicht niezu übersteigende Kluft!

In der That scheint die Natur der Sache selbst svwol als die Geschichtedie Behauptung zu rechtfertigen, daß die Astronomie die erste Wissenschaft war, womitsich die Menschen beschäftigten. Der milde heitre Himmel der Höhen und Ebnen Asiens,die die Wiege des Menschengeschlechts waren; das sorgenfreye unter Zelten zugebrachteLeben der Nomaden, das ihnen Muße genug zum Beobachten und Nachdenken übriglies; der auffallende Einflus der Stellung und Bewegung der Gestirne, auf die Ge-schäfte denen sie ihr Leben verdankten; die majestätische Stille, mit der diese Bewegunggeschieht; die prächtigen, überraschenden Schauspiele der Finsternisse, Kometen, oc. undvielleicht auch das allmalige Erscheinen der Sterne, deren Licht die Erde nur nach undnach erreichte — alles dies muste die ersten Hirten auch zu den ersten Astronvmen bil-den: und aus eben den Gründen darf man vermuthen, daß die Astronomie alle übrigemWissenschaften überleben wird. Die Vorbereitungen, die vor jeder astronomischen Ent-deckung vorhergehen müssen; die lange Zeit, die daher von einer Entdeckung zur andernverstreichen mrrs; die Verwicklung von Perioden, wovon die größeru sich in der Ewig-keit verlieren, und deren doch mehrere verlaufen seyn müssen, ehr sich nur Eine mit Ge-nauigkeit und Sicherheit bestimmen last — alles dies beweist, daß diese Wissenschaftnur von der Ewigkeit ihre Vollkommenheit erhalten kann. Vielleicht giebt es keine Wis-senschaft ausser dieser, von der man sagen kann, daß sie von allem aufgeklarten Völkernverehrt, und von Jahrhundert zu Jahrhundert mit unermüdetem Fleiffe der Vollkom-menheit naher gebracht ist, ohne gleich so vielen andern je einen Schritt znrückzugehu rvielleicht ist der Zustand der Astronomie be» einem Volke der sicherste Maasstab, wo-vach sich die Stufe seiner Kultur bestimmen last. Von der ersten Beobachtung Fes