i. A. i. C.
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'gung, und der Gebrauch der Uhren zur Bestimmung der Zeit, bieten hiezu das besteMittel dar; allein dies kann erst weiterhin erklärt werden.
§. 9. Um sehr kleine Winkel von einzelnen Minuten und Sekunden zu mes-sen, hat man ausser dem mit dem Quadranten verbundenen Nonius, und den ehemalssehr üblichen Sektoren von wenigen Graden und sehr großen Halbmessern, verschiednesehr sinnreiche und einfache Werkzeuge erfunden, die den allgemeinen Namen Mikro-merer führen, und sich überhaupt in drey Classen abtheilen lassen, die Schrauben -Laden- und Objektiv-Mikrometer. Die erstem sind die ältesten, und jett grossen-theils durch die folgenden verdrängt. Ihre Beschreibung gehört in die praktische Astro-nomie; indes wird das Eigenthümliche der Messung durch Faden-Mikrometer unten.erklärt werden müssen.
Zweytes Capitel.
Erste Beobachtungen am Himmel.
§. ro. Die unzähligen glänzenden Punkte, womit wir in einer sternklarenNacht den Himmel übersäet sehn, behalten fast alle beständig dieselbe Lage gegen ein-ander. Die genauesten Sphären oder Karten, worauf man ihre Stellungen entwor-fen hat, weichen in vielen Jahren nicht merklich vom Himmel ab. Diese bekannte Er-fahrung ist der Grund, auf dem das Gebäude der Astronomie errichtet ist: sie giebtuns feste Punkte, durch die wir zur Kenntnis von der Bewegung der Weltkörper,und von den Veränderungen die am Firmament vorgehn, gelangen können. Kleine Ab-weichungen, die man erst in der lezten Hälfte dieses Jahrhunderts durch die vollkom-mensten Werkzeuge entdeckt hat, werfen diese Erfahrung nicht um. Man hatte denHimmel Jahrtausende beobachtet, ehr man eine solche Abweichung bemerkte oder nurim geringsten ahucrc. In Rücksicht auf die ersten einfachen Beobachtungen, von denenwir hier ansgehn, kann man die Gestalt der Sternbilder als völlig unveränderlich an-,nehmen. Noch jezt sieht das Auge im grossen Baren oder Wäger», im Orion undin andern Sternbildern den Grund, der die Phantasie der ersten Menschen bestimmte,ihnen diese Namen zu geben.
Ausser diesen Sternen giebt es aber einige wenige (*), unter denen Sonneund Mond für uns die merkwürdigsten sind, die ihre Lage gegen einander und gegenalle andre Sterne unaufhörlich ändern, und gleichsam unter den übrigen Sternen um-her irren: daher man jene, Fixsterne, und diese, Irrstcrne oder planeren nennt-Man hat diesen leztem, so wie den merkwürdigsten der erstem, Namen gegeben, die.m,t Ausnahme des lezten aus dem grauen Alterthume herrühren. Außer Sonne und' C r LBond
(*) 7 oder 8 dem blossen Auge sichtbare, und iz durch Fernrohre entdeckte, wozu man noch dievon Zeit zu Zeit erscheinenden Lomeren rechnen kann.