Band 
Erster Theil. Sphärische Astronomie.
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5. A. §.

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geben die Refraktion in der Höhe von 45° m 59", und in der Höhe von 8v" —io", s; woraus man die Horizontal - Refraktion — Z2'24" hergeleitet hat. Manhat nämlich nach diesen Beobachtungen, und mit Hülfe einer Theorie oder Hypothese,die unten erklärt wird, Refraktions--Tafeln für alle Höhen von o bis ya° berechnet(S-Bcrl. Taf. B. Ul-S-228. 229.). Da aber die Luft die Ursache der Strahlen-brechung ist, folglich der verschiedne Zustand oder die verschiedne Dichtigkeit der Luft,die vom Stande des Barometers und Thermometers zugleich abhängt, die Strahlen-brechung andern mus, so können diese Tafeln nur für einen gewissen mittlern Zustandder Luft gelten: man hat daher diese vom Zustande der Atmosphäre abhängendeAendrung der Strahlenbrechung, für verschiedne Höhen des Barometers und Thermo-Meters. theils nach mühsamen Beobachtungen, theils nach der Theorie berechnet (S.Berl. Taf. B- m. S- 2zo. 2zi.). Die in der erster» Tafel für eine mittlere Dich-tigkeit der Luft berechnete Strahlenbrechung, nennt man die mittlere; und wenn diesemit den Zahlen der zweyten Tafel multiplizirt wird, so erhalt man die wahre Strah-lenbrechung, für den jedesmaligen Zustand der Luft. Genauere Beobachtungen habensogar gezeigt, daß die Strahlenbrechung nicht allein an verschiednen Orten verschiedensey, sondern daß sie auch an demselben Orte in der südlichen Hälfte des Himmels des-gleichen Höhen größer sey, als in der nördlichen Hälfte ('H.

§. 249. Sobald man das Gesetz der Strahlenbrechung in verschiednen Höhenausfindig aemacht hat, so braucht man nur irgend eine Strahlenbrechung in einer ge-ringen Höhe wirklich zn messen, um daraus die absolute Größe der horizontalen undjeder andern Refraktion zu bestimmen. Da aber bey den Refraktious-Tafeln eigentlichdie horizontale Strahlenbrechung zum Grunde liegt, woraus auch, weil sie die grösteunter allen ist, die übrigen am genauesten bestimmt werden können: so wird es hievnicht überflüssig seyn, noch folgende Methode vorzutragen, durch die man die absoluteGröße der Horizontal-Refraktion unmittelbar finden kann, wenn sie gleich zum prak-tischen Gebrauch nicht sehr bequem ist, da sie eine Beobachtung voraus sezt, die nuräusserst schwer mit hinlänglicher Genauigkeit zu erhalten ist. Es wird nämlich voraus-gesezt, daß man den PuM des Horizonts genau beobachtet hat, in dem ein Dternvon bekannter Abweichung, an einem Orte dessen Polhöhe gleichfalls bekannt ist, aufoder untergeht, d. i. die Mwgen- oder Abend.Weite des Sterns. Es ist begreiflich,daß die Strahlenbrechung atlch diesen Bogen des Horizonts ändert: da man nun ausder bekannten Abweichung und Polhöhe auch die wahre Morgenweite berechnen kann,so gibt der Unterschied der Rechnung und Beobachtung, die Wirkung der Strahlen-brechung im Horizont oder die Horizontal-Refraktion.

Es sey V der Scheitel (44. Lig.), ? der Pol, U. der Nordpunkt des Hori-zonts ttU, UL —90°, also L der wahre Ost-- oder West-Punkt, und RL derwahre Parallel eines Sterns, also LLns seine wahre Morgen- oder Abend-Weite.

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(*) S i , psr Ivl. .in den «te

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