Band 
Dritter Theil. Physische Astronomie.
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A. 3. C.

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kes Schwerpunkts ausser der, die er schon vorher hatte (§st 74?. Die Körper mögen sich be-wegen und in einander wirken wie man will: ihr gemeinschaftlicher Schwerpunkt wirdimmer ruhen, ober in gerader Linie mit unveränderter Geschwindigkeit fortgebn. Die-se Ruhe oder Bewegung kann nur alsdcnn geliert '.verdon, wenn ftcnrde Körper aufdas System wirken, deren Mache nicht mit im Schwerpunkt begriffen ist: alsdennaber ist diS allst) nicht der gemeinschaftliche Schwerpunkt aller in einander wirkendenKörp.u-.

Man sieht leicht, daß dieser Satz nichts anders ist, als das von einzelnenKörpern auf ganze Systeme übergetragene Gesetz der Trägheit. Jeder Körper ist inder Shat ein System aller seiner Sememe, und die Körper des Systems kam: man alsTheile eines einzigen im Schwerpunkt vereinigten Körpers ansetzn. So wie nun jedereinzelne Körper dem Gesetze der Sachen unterworfen ist, was für Bewegungen oderWirkungen anst) in seinen: Innern vorgeht: mögen, oder was aue!> für leere Zwlschen-ranme sich in ihm befinden möge::; so wie man hier bloß- den Schwerpunkt des Kör-pers betrachtet: so hindern auch alle innere Unruhen des Systems, alle Bewegungenund Krane einzelner Körper des Systems nicht, daß der Schwerpunkt des ganze:: Sy-stems den: G-chtze der Sache,'t folgt. Um den Körper a::S seiner Trägheit zu bringen,wird eine änffrc Kraft erftdert, so wie, um des ganzen Systems Schwerpunkt inder Trägheit zu stören, miffre Kräfte ersedert werden. Dieser auf ganze Systemeangewandte Grundsatz der Trägheit ist in der physischen Astronomie von großer Wich-

§. Da alle Centralkräfte gegenseitig wirken, so ist. nicht eigentlich derCentralkörper der Mittelpunkt der Bewegung, oder vielmehr es gibt eigentlich keinenCentralkörper. Beyde sich anziehende Körper bewegen sich, und' der Mittelpunkt ihrerBewegung wird derjeniae Punkt seyn, der allein unbeweglich ist, also ihr gemeinschaft-licher Schwerpunkt. Wenn gleich dieser eine gerade gleichförmige Bewegung hat, somus eben diese Bewegung das ganze System der Körper haben, oder wenn man will,der ganze Theil des absoluten Raums, in dem sich das System befindet. In diesemTheile des Raums geschieht demnach die Bewegung der Körper eben so, als wennder Schwerpunkt rillte: die relative Bewegung der Körper gegen einander, von derhier eigentlich die Rede ist, wird durch die Bewegung deS Schwerpunkts nisttt geän-dert. Bey der Untersuchung der Bewegung der 'Planeten um die Sonne bekümmertman sich nisttt darum, ob vielleicht die Sonne, mithin das ganze Sonnen ° System eineeigne progressive Bewegung habe. Mau kann also den Schwerpunkt immer als einenfesten unbeweglichen Punkt ansetzn, als den allein ruhenden Mittelpunkt der Bewegung.Wenn sich nun zwey Körper gegenseitig anzietzn, so muffen die relativen Bahnen, diesie so wol um einander als um den gemeinschaftlichen Schwerpunkt beschreiben, ä'mffiU)seyn: die leztern sind zugleich, wenn das ganze System ruht, mit den wahren Bahneneinerlei). Da der^ Schwerpunkt 0 ( 17 . Lig.) immer in der geraden Linie 8?, I (B,zwischen bevden Körpern bleibt, so beschreiben diese in gleichen Zeiten gleiche Winkel8L1 —?L(Bum 0, oder ihre WinksteGeschwindigkeiten sind gleich, so wie ihreUmlausSttsttei: um 0. Wenn überdem 8, k, jene Manen beyder Körper find, so istimmer 0 8 : 0? — ? : 8 — 0 I : OH,, ein beständiges Verhältnis, folglich sind die

Bahnen