Band 
Dritter Theil. Physische Astronomie.
Seite
115
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4. A. 8. §.

HZ

97/ Wenn sich die Erde beständig um die jetzige Axe -gedreht bat, spmus auch di' Richtung des Stoßes, der ihr die tägliche Bewegung l.urtheilte, in derEbne des jetzigen Aeqvators gelegen haben. Soll aber eben dieser Stoß der Erdeauch ihre jährliche Beweaung, die sie siezt hat, mitgetheilt haben, so mus seine amSchwerpunkt angebrachte Richtung auch in der Ebne der Ekliptik gelegen haben, fola-licl) in beyder Ebnen Durchschnitt, d. h. der Stoß mus der Linie der Nachtglcichcuparallel, oder aus der Linie der Sonnenwenden senkrecht gewesen seyn. Die Erde konntealso damals, als sie ihre erste Bewegung erhielt, nicht in einem Acqvinoktialpunktseyn, weil sonst die Richtung des Stoßes durch die Sonne gegangen wäre, und nicht' ^ . der Bahn, wie doch erfodert wird. Da nun die Tangente der

i?ie r.'cr.

Worten, die Erde fing ihreVewegung n> oder sehr nahe bey einem der Solsiitialpunktean, ini Anfange des Sommers oder Winters. N.'ml man an, daß der Stoß genausenkrecht auf den Radius Vektor war, welches die natürlichste Voraussetzung ist, sowar die Erde zugleich in der Linie der Apsiden und der Sonnenwenden: alsdenn fing dieBelegung zu einer Zeit an, da die Apsiden mit den Solstitialpunkten zusammen fie-le», von denen sie jezt ych entfernt sind. Da die Apsidenlinie nach ihrer jetzigen Be-wegung etwa alle 9892 Jahre einen halbe-! Umlauf gegen die Acgvinoktialpunkte rrracht,also 9"; in 520 Jahren durchlauft, so würde hieraus folgen, daß der Ansang derBewegung vor 522-4-1)892—12410 Jahren, oder vor 12412-7-9892—22500 Jah-ren oc. gewesen seyn mnste.

Für den Astronomen ist die Erinnerung mmöchia, daß alle solche Schlüsseüber das Alter der Erde. oder vielmehr ihrer Bewegung, nur hrpethttisch sind; wie-wol man nicht leugnen kann, daß ,die meisten physischen Systeme über das Alter derErde auf weit unsicherem Gründen beruhen.

§. 98. Da die Geschwindigkeit der Bewegung des Planeten um die Sonnebloß von der Stärke des Stoßes,, die Gesehnindigkeit seiner Rotation aber vom Momentdieses Stoßes, oder von der Stärke desselben in die Entfernung vom Schwerpunktmnlti'plizirt, abhängt, so wird man diese Entfernung selbst aus dem Verhältnis jenerbeyden Geschwindigkeiten finden können. Wenn die Masse des Planeten — öl. dieStarke des Stoßes — V, des Planeten Entfernung von der Sonne oder der Halb-messer seiner Bahn n a. und der Winkel, den er in i Sekunde um die Sonne be.schreibt, — 2 ist, so ist a c — s der Wea, den der Planet in i Sekunde durchlauft.

folglich SL v^(8- 96.), oder c 02 ; der Winkel aber, durch den sich der

öl öle,

- V5.

man

Planet in 1 Sekunde um seine Are dreht, ist 7 — ;-(§. 95.). IA'mt

nun die mittlere Bewegung, nebst einer spbärischen Gestalt und gleichförmigen Dichtig-keit des Planeten an, und stjt seinen Halbmesser ^ «, seinen bstülans um die b-oone

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