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Johannes Wolf. Ein schweizerischer Studirender der Theologie in seinem Bildungsgange / dargestellt von Joseph Scherre
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eitel, wenn sie nicht an etwas Höheres anknüpfen. Ichmeine die Religion. Die Mehrzahl unsers Vereinesbesteht aus künftigen Geistlichen; wohlan, vereinigen wiruns auch hierin, und wenden wir allen unsern Einflußan, um das Glück unsers Landes tiefer zu begründen.O meine Freunde, wenn der Zof. Verein bewirken könnte,daß einst Männer mit christlichem Sinn auch an die Spitzedes Staates träten! Dann würde unser Volk glücklichwerden. Ich habe euch schon gesagt: Wessen Brust kaltist für die belebende Kraft der Religion, von dem kanndas Volk nichts erwarten als selbstsüchtige Handlungenunter dem Mantel des Patriotismus. Das Herz blutetmir, wenn ich-an die Möglichkeit denke, daß unser Va-terland ein Raub fremder Willkür würde; aber zehnmalmehr blutet es mir bei dem Gedanken, daß sein innresGlück von seinen Führern könnte verrathen werden. Wiegerne wollte ich mein Auge abwenden von so vielen un-serer jetzigen Staatsmänner, könnte es nur heiterer wer-den beim Blicke auf das heranwachsende Geschlecht. Alleinich weiß es, welcher Geist im Durchschnitte unter denStudirenden herrscht, wie mancher das Heiligste lästert,was der Mensch kennt, ich weiß, wie Viele mit Stolzund Verachtung auf den geistlichen Stand Herabblicken,wie ste einseitig Alles nur aus die Staatsidce beziehen, undüber Dinge absprechen, über die ste fast niemals nachge-dacht haben. Ist in unsern Sektionen etwa einmal dieRede von Religiosität, da gibt es nicht nur Einen, aufdessen Munde sich ein verpestendes Lächeln verbreitet;kaum hat man noch Achtung vor dem Worte Sittlich-keit, als ob das mehr wäre als Religion, und als obirgend eine Sittlichkeit gedenkbar wäre ohne Religion.Zu allen Zeiten hat eS gerade unter den Studirenden die