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Enter Thcil. /. Abtheilung.
Vorlesung VIII.
Aberration.
.Als Einleitung schicke man dieser Vorlesung folgende all-gemeine Darstellung der hier zu Grunde liegenden Erschei-nung voraus:
Die Empfindung, welche unser Auge von Richtungenhat, kann nicht füglich anders als durch die Richtung be-dingt werden, mit welcher ein Lichtstrahl in das Auge (das-selbe körperlich gedacht) eindringt.
Sey nun (Fig, 4) OO' die Erdbahn, und denken wir uns ei-nen Fixstern in der Richtung OS, oder in der Rich-tung OS', die wegen der unendlich grossen Entfernung desFixsternes zu der OS parallel seyn wird. Sey ferner 00'der von der Erde in derselben Zeit zurückgelegte Weg,in welcher das Licht von S nach O, oder von S' nach O'gelangt, wo also S oder S' keineswegs den Stern, sondernin der Richtung zu demselben demgemäss ge-wählte Puncte bedeuten. Ging das Licht von S in dem-selben Augenblicke aus , in welchem die Erde sich in O be-fand, so erhielt dieselbe bei ihrer Ankunft in O' nicht mehrden Strahl SO, sondern den Lichtstrahl S'O'. Das Auge er-fährt daher in O' einen Stoss, der seiner Richtung sowohlals Gi*össe nach durch S'O', oder um besser den in das Augeeindringenden Strahl zu betrachten , durch O'P' dargestelltwerde, wo O'P die Verlängerung der S'O' und dieser gleichist. Da aber die Erde sich mit dem Lichte vergleichbar schnellbewegt, so wird man bedenken müssen, dass das Auge zugleicher Zeit dem Lichtstrahle in der Richtung OO' begeg-net, somit von demselben einen Stoss in der entgegenge-setzten Richtung O'O erfährt, dessen Grösse und Richtungdurch O'O gegeben wird, wenn O'P die obige Redeutung