Aberration t
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bahn, oder was dasselbe ist (E. S. 29) des Perigeums derSonnenbahn, und L die Länge der Sonne, so ist v= L—fl
w. i. T.
Ist endlich Fig, 7 r f l der Friihlingsnachtgleichenpunct,60 hat man BTS = T'TA = 4', r |f'TB = L-J-4'» wo L dieLänge der Sonne bezeichnet, oder man hat, wenn man für4- seinen Werth S. 81 d, T, setzt,
r fTB=L+90°
e Sin (L—II)Sin 1"
oder nach der Bezeichung d. T,
ff TB =L'-f-90°
und dieser Winkel ‘Y’TB ist die Länge des PunctesB, oderdesjenigen Punctes im Welträume , von welchem die Erdeeben zu kommen scheint. Man nennt diesen Punct den Erd-punct, und führt ihn in der Lehre von der Aberration ein,um die Richtung des Lichtstrahles gegen die Bewegung derErde und die Lage des Aberrations-Winkels im Raume zubestimmen.
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Zur Erklärung des in §. 2S. 81 d. T, Vorgetragenen dieneFolgendes: Bewegt sich die Erde (Fig, 8) von A nach B,während das Licht eines Gestirnes von W nach B gelangt(wo also W wieder, wie oben, nicht das Gestirn selbst,sondern ein in der Richtung desselben demgemäss gewählterPunct ist), so sieht der Beobachter in B das Gestirn in S,wenn WS der AB parallel und gleich ist; denn, verlängertman die Richtungen SB und WB nach S' und W', so liegtBS' offenbar in der Diagonale eines Parallelogrammes, des-sen Seiten die gleichzeitigen Wege AB und BW' der Erdeund des Lichtes sind, wobei man sich BW' verlängert den-ken muss, bis es der BW gleich wird (oder das in B ruhendangenommene Auge wird zugleich in der Richtung BA, wel-che der Richtung der Bewegung der Erde entgegengesetztist, und in der Richtung BW ' gestossen, d. h. einen Stossin der Richtung BS' empfinden), W ist daher der wahre,und S der scheinbare Ort des Gestirnes, oder eigentlich Wein Punct in der wahren, S ein Punct in der scheinbarenRichtung des Gestirnes, und es sey BW = r, BS =r'. Da