Abschn. zur Zeit des Mittelalters. ior
»theile und zu dem meisten, und ein jeder zu dem nach-"sten, bis es alles genommen ist; und der nimmt den"Mindsten Theil, der zunächst der Stadt ist, der zu der"Habe gerennt ist. Drauf reitet ein jeder seines Weges,"Mit der Habe, und behält sie alle: daher sind die schnel-len Pferde dorten ungewöhnlich theuer. Nachdem sein"Vermögen auf die Art alle ist verschwendet worden,"denn trägt man den Todten aus, und verbrennt ihn"Mit seinen Waffen und Kletdern: und beinahe alle sein"Vermögen wird verschwendet, mit dem langen Liegen»des todten Mannes drinnen, und mit dem bei dem"Wege ausgelegten, das die Fremden errennen und"Nehmen
„Es ist auch bei den Eschen Gewohnheit, daß ein"jeder todter Mann verbrannt werde, und wenn irgend»ein Mann ein Bein findet, das unverbrannt ist, so"erregt es einen grossen Zwist.''
„Es haben die Esten ein Vermögen, daß sie Kälte"können bewirken; daher liegen die todten Leute so lange,"Und faulen nicht, weil man solche Kälte an ihnen be-"wirket; und sehte jemand zwei Fäschen voll AehleS"oder Wassers hin, machen sie, daß beide überfrieren,"es sei Sommer oder Winter
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8s) Daß die alten Preussen ihre Todten verbrannt und mir ihrenPferden, Waffen, Kleidern und Kostbarkeiten begraben, solcheserhellet aus dem unter Mediation des Archldiacvni von Lüttich,als päbstlichen Legaten zwischen den deutschen Rittern und den neu-bekehrten Preussen 1-49. geschlossenen Frieden, darum die Preussenausdrücklich angeloben, daß sie nicht mehr ihre Todten verbrennen,noch dieselben mit Pferden, Waffen, Kleider» und Kostbarkeitenbegraben wolle», siehe vuisdurz ckron kruls. p. m. 467.
So) Man sieht sehr leicht ein, daß dies so sehr von Köni^Aelfred be-wunderte Vermögen im Sommer und Winter Kalte zu bewirken,welche die Faulung der Todten hindert, und Bier und Wasser ge-frieren macht, ein guter Eiskeller gewesen, den jeder angesehenerPreusse in oder neben seinem Hause gehabt.