Buch 
Geschichte der Entdeckungen und Schiffahrten im Norden / von Johann Reinhold Forster
Seite
112
JPEG-Download
 

112 Von den Entdeckungen in Nord. II.Abschll,

Büsche trugen süsse Beeren, die Witterung war milde,der Boden fruchtbar, der Fluß war fischreich, besondershatte er viele sehr schöne Lachse. Sie kamen endlich zueinem See, aus dem der Fluß entsprang. Hier be-schlossen sie zu wintern, und sie sahen in den kürzestenWintertagen, die Sonne 8 Stunden über dem Hori-zonte; welches also vorausseht, daß der längste Tag 16Stunden seyn müsse; (die Morgen - und Abenddämme-rung nicht mitgerechnet): hieraus nun folgt wieder, daßein solcher Ort im 49. Grade nördlicher Breite, in einetsüdwestlichen Richtung vom alten Grönland ab, keinanderer als der Fluß Oander oder die Bay ot Lxploirsauf Neufundland, oder irgend ein Ort an der nördli-chen Küste der Bay St. Laurenz gewesen sey. Hiernun errichteten sie einige Hütten, und einen DeutschettNahmens Tyrker, den man vermißet hatte, fand mauim Gebüsche sehr vergnügt, weil er daselbst Trauben ge-funden, aus denen man, wie er sagte, in seinem Vater-lands Wein' zu pressen pflegte. Leif schmeckte dieselbe,und nennte diesem ihm merkwürdigen Umstände zu folge,dies Land Winland datGode; das gute Weinland *)-

Im nächsten Frühlinge reisten sie nach Grönlandzurücke. Dies nun veranlaßte Thorwald den BruderLeif s, mit denselben Leuten nochmahls dahin zu siegelnund die angefangenen Entdeckungen fortzusetzen. Eruntersuchte das westwärts gelegene Land, im nächstenSommer aber ostwärts. Die Küste war beholzet undmit Inseln besäet, allein man tonte weder Thiere noch

Men-

*) Es wachsen zwar in Kanada Trauben wild, allein ob sie gleichgut zum Verspeisen sind, so hat man doch nie aus ihrem Sal^können einen guten Wein bereiten, üb aber diese wilden Traube»so weit als auf Neu - Fuudlanb wachsen, ist mir unbekannt.in Nordamerika wachsenden Wcinarten heißen beim Anne,

lahrukc», vulximi Le arbore,.