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Geschichte der Entdeckungen und Schiffahrten im Norden / von Johann Reinhold Forster
Seite
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16 8 Von den Entdeckungen im Nord. H AbW *

lassen es so lange stehen, -als erforderlich ist, sich ^Speis und Trank zu sättigen. Ueberdcm sagen dieSterndeuter zuweilen, daß es nicht gut sey, den Leichna>"durch die Thür des Hauses herauszutragen, sondern csmuß dem Planeten zu Gefallen, ein Loch in der Wandgemacht, und der Leichnam daraus getragen werdest-Wolte man dem nicht zu Willen leben, so würde derGest^des Verstorbenen nicht zufrieden seyn, und ihnen Seh"'den zufügen. Veim Heraustragen aus der Stadt, bauestsie dem Körper in den Strassen kleine hölzerne Hauset/darin man ihn abseht und Speise reicht. Der Aug ibmit Music begleitet. Während der Zeit, daß der Körperbrennt, so mahlen sie auf Papier die Gestalten von Man*nern und Weibern, viele Gestalten von Geld, vonPferden, Kameelen und Kleidern, und verbrennen diezugleich mit dem Leichname, und glauben, daß der Ver-storbene im andern Leben, so viele Knechte und Mägde,Geld und Vieh werde zu seinen Diensten haben.Instrumenten müssen aber während dem Verbrennestspielen.

Ramul (Chamnl, Hamil, Hami, Khaml, Ca-me — xu) ist eine Landschaft, die zur grossen Provinz vostTauglich gehöret, und ist dem grossen Khane unterwor-fen. Sie liegt zwischen der vbengenannten grossen WWund einer anderen kleineren. Die Hauptstadt hat mllder Landschaft einerlei Nahmen. Dieselbe trägt allerleiFrüchte und Getreide von denen die Einwohner sich er-nähren, und auch den fremdem Reisenden überlastest-Die Eingebohrnen sprechen eine eigene Sprache, und ver-ehren die Götzen. Dieselben scheinen zu nichts anderem ge-macht zu seyn als sich zu vergnügen, sie beschäftigen sich au»)vornämlich mit Musik, Gesang und Tanz und änderstErgöhlichkeiten. Kommt ein Reisender an, und will istihren Häusern bewirthet seyn; so befehlen sie sogleichihren Weibern, Töchtern und Schwestern und ankere"