2OQ Von den Entdeckungen im Nord. H. Abschtl.
ken Mauer umgeben und sehr groß ist, viele Marktehat, in denen man allerley Waaren und Fleisch kaufe»kann. Die Markte sind sehr reinlich gefegt, und miteinem festen Aestriche belegt. Die vier Hauptstraße»durchschneiden sich in rechten Winkeln. Von Nang?tsieu kamen sie nach Ahamtschu einer andern Stadt.Nach einiger Zeit kamen sie an den Abi Daraan ' oderdas Wasser Daraan, welches gleich darauf Bhara*raan genennt wird, und wahrscheinlich Rara-Mo-ran seyn soll) über den sie, auf einer fliegenden Schiffbrücke sehten, und in eine sehr schöne Stadt, mitprach-tigen Tempeln kamen: hier fanden sie auch drey Häu-ser mit wohlgeschmückten, sehr schönen öffentlichen Weibs-personen, die mehrentheils einheimisch waren. DirPersianer nannten diese Stadt in ihrer Sprache (RhoS-nabaad) die Wohnung der Schönheit.
Sie durchzogen noch einige Städte und kamen a»einen Fluß der noch einmal so breit als der Vxus (Gi-hon) war; und nachgehends erreichten sie noch etlicheFlüsse, über die sie auf Brücken und Ueberfahrten seh*ten, bis sie nach Tschiendlenpnhr kamen, einer sehtgroßen und volkreichen Stadt. Sie sahen daselbst ei»gelb metallenes gegossenes Bild von fünfzig Ellen Höhe,welches vergoldet und mit vielen Handen versehen wat,deren jede ein Auge hielt; dieß stand auf einem Fußge-stelle von geschliffenen Steinen, und war mit sechs .Ge-schossen von Gallerten umgeben. Sie erreichten endlichohngefähr im December des 1420. Jahres jdie StadtLhaan-Balug (Khanbaligh). Man baute noch»»den Mauern der Stadt, die viereckig! ist und dere»Ringmauer eine Meile an jeder Seite hat. Sie lang-ten in dem prächtigen Pallaste an, kamen nach einigetZeit vor den Kaiser, bekamen Erfrischungen und w»t'den entlassen. Einige Tage drauf gab ihnen der Kaisetein sehr köstliches Gastmahl, und sie wurden täglich g^
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