H. Abschn. zur Zeit des Mittelalttrö. 20 r
öey Hofe aufgenommen, wo sie fünf Monate blieben.Der Kaiser beschenkte hierauf die Gesandten und gabihnen andere Geschenke für ihre Herren mit, besondersFalken. Ferner ist anzumerken , daß ein jeder der vor-nehmsten Gesandten einige Balisch Silber bekamen;Nian sieht nämlich, daß ein Balisch eine Münze oderGewicht ist ; und da wir schon oben gesehen, daß dasVapierne Geld der Dschinghiskaniden auch Balisch ge-heißen; so ist es wohl entschieden, daß diese BalischStücken Silber, von einem gewissen Werthe gewesen;indessen weis man, daß es nicht gar zu viel betragen,keil Silber von jeher in Schina selten gewesen, und dervornehmste Gesandte bekam auch nur zehn Balisch, sowie die anderen nur 8 und 7. Endlich so finde ich un-ter den Geschenken auch noch allerhand uns unbekannteSachen; zuletzt aber fünf tausend oder zweytausend Dzjauoder Tzjau, welches Wissen für eine unbekannte Münz-svrte erklärt. Es kann sich aber wiesen eben so hieringeirrt haben, wie er sich in Ansehung der BalischeSilbers geirrt, die er für Kopfküssen erklärt: mir ist esdemnach wahrscheinlich, daß es Tscha oder Thee gewe-sen , dessen hier fünf tausend oder zweytausend Laschvder Aanderlns, d. i. sehr kleine chinesische Gewichtevielleicht zu verstehen sind. Daß aber auch Zinn in sie-denzig und vier und zwanzig kleinen Stücken, hier un-ter den Geschenken erscheint, ist eben so merkwürdig»Kurz vor der Abreise des Gesandten starb eine derliebsten Gemahlinnen des Kaisers, und da man vieleAnstalten zu ihrem Begräbnisse gemacht hatte, schlugdas Gewitter in den ganz neuerbauten und ganz lackir-kn und vergoldeten Pallast, der auch nebst vielen Ne-bengebäuden gänzlich abbrante. Dieser Vorfall kränk-te den Kaiser so sehr, daß er vor lauterem Grame undHummer krank ward, und sein Sohn die Zeit über dieLegierung verwesete.
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