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Geschichte der Entdeckungen und Schiffahrten im Norden / von Johann Reinhold Forster
Seite
227
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n. Abschn. zur Zeit des Mittelasters. 227

auch immer sey, ohne das Zerbrechen des Schiffleinsoder das Ertrinken zu befürchten. Werden sie gleich zu*fälliger weise auf Felsen getrieben, so bleiben sie wohl-behalten, ohne die geringste Beschädigung: Sie habenauch am Boden eine Art von Aermel, die sie in derMitte stets gebunden halten, und sammelt sich qleichetwas Wasser im Bote, so lassen sie es in die eine Hälf-te des Aermels, und mittelst zweener Hölzer sperren siees darinn ein, lösen hierauf das Band darunter auf, undschaffen das Wasser heraus: und dies wiederhohlen sie soofte als es nöthig ist ohne irgend einer Gefahr oderHinderung.

Da das Wasser des Klosters von schwefelhafterArt ist, so führen sie es durch kupferne, zinnerne undsteinerne Röhren, so heis in die Zellen der oberstenMönche, daß es die Zimmer wie ein Ofen heißet, oh-ne irgend einen Übeln oder schädlichen Geruch mit sich zuführen. Ueberdem so führen sie noch anderes friches trink-bares Wasser, in einem gemauerten Kanale unter der Er-de, damit es nicht friere, bis mitten in ihren Hof, wo esin ein groß kupfernes Gesas fällt, welches in einemkochend heißen Behältnisse stehet, und sie warmen der-gestalt ihr Wasser zum Trinken und zur Bewässerungihres Gartens. Der Berg reicht ihnen also, alle nurmögliche Bequemlichkeiten dar. Diese guten Väterbefleißigen sich also hauptsächlich damit ihre Gärten gutiu unterhalten, und schöne zierliche und gemächlicheGebäude zu machen. Sie sind auch nicht ohne künstli-chen und geschickten Arbeitern; denn sie geben gute Zah>iung; denen aber welche ihnen Früchte und Gesäme brin-gen, sind sie ohne Maaße freigebig; daher haben sie ei-nen grossen Zulauf von Arbeitern und Künstlern allerArt, weil so viel bei ihnen zu gewinnen und wohlfeil zuleben ist. Die mehresten derselben sprechen Latein undvorzüglich die Vorgesetzten und Oberen des Klosters.

PL Dies