Buch 
Geschichte der Entdeckungen und Schiffahrten im Norden / von Johann Reinhold Forster
Seite
244
JPEG-Download
 

244 Von den Entdeckungen im Nord. H Abs<M

te zu schwach. Allein nun eroberte er die übrigen In-seln von Estland, d. i. Schetlaird. Diese Inseln hießenvor Zeiten ^alra - land oder Hirlaird , das nachge-hends in Fee - land und Scherland ausartete, worausunseres Zeni Estland leicht zu erklären ist, besonderswenn man noch die Namen von den einzelnen Inselnzur Hülfe nimmt, welche wir oben schon verglichen underklärt haben.

VAcolo Zeni unternahm von Bresia in denSchetland Inseln, leine Reise nach Grönland, denn seinEngroveland ist wohl nebst dem im Englischen befind-lichen Lngroneland nichts anders als Grönland, vondem er eine sehr richtige Beschreibung giebt, so wie vondem Kloster St. Thomas. Er spricht von den rohesWilden, welche demnach schon im Jahre izoo und et-liche 8 c> an der Ostküste bei dem Kloster St. Thomaswaren. Der Handel mit den Mönchen, ward durchSchifie geführt, welche von den Inseln, d. i. den Orkneys,den Schettland Inseln und den Färber, so wie auch vonIsland, von Dronkheim in Norwagen, Schweden undanderen Gegenden herkamen. Zeni beschreibt sogar diekleinen ledernen Böte der Grönländer, in welche sie sicheinbinden; so daß man wohl siehet, daß er alles dieses miteignen Augen gesehen und genau untersucht habe.

Nachdem Nicolo Zeni gestorben, so kommt der An-tonio endlich aufEstonland, und durch welchen Zufalles sey entdeckt worden. Er sagt, es sey mehr als 100OMeilen westwärts von Friesland gelegen, daß die Ei^wohner civilisirt find, Künste und Handwerke treiben, uMPelzwaaren nach Grönland handeln, auch Schweb'und Bergpech daher nehmen, lateinische Bücher habewdie sie nicht mehr verstehen, sondern eine eigne Sprache-st» wie auch eigne Schriftzüge haben. Südwärts stst"an Golde reiche Länder, sie haben gemauerte Stab'