L5§ Von den Entdeckungen im Nord. n. Abschn.
nahem: allein sie konnten es wegen des weiten Abstan-de6 und der Kürze des Tages, der nur 2 Stunden langwar, nicht bewerkstelligen: überdem konten sie die Rudernicht lange brauchen, weil sie so schwach waren und weitdie Nacht bald einbrach, die ihnen bei langem Harrenund Hoffen noch viel langer ward. Bei Anbruch desTages hatten sie das land aus dem Gesichte verkehren:allein unter dem Winde erblickten sie ein anderes gebir-gichtes Land ganz nahe, bei. Um es nicht wieder inder künftigen Nacht zu verliehren, so nahmen sie seineLage nach dem Kompasse auf, und hierauf segelten siemit günstigem Winde drauf zu und erreichten es gegen 4Uhr der Nacht: da sie ihm nahe kamen, bemerkten sie/daß es von vielen seichten Stellen umgeben wäre, dennsie hörten deutlich die Brandungen. Sie überliessensich der Führung Gottes, und da das Boot einmahlauf den Grund gerieth, so hob eine grosse Welle sie wie-der ab, und sehte sie ausser aller Gefahr, und zu dewihnen Rettung bringendem Felsen: dies war der einzigeOrt wo sie konten ankommen, indem der Felsen überallmit hervorragenden Felsen umgeben war. Sie richtetenalso ihr Boot aufs Land; die im Vordertheile desselbenbefindlichen sprangen sogleich ans Ufer und da sie es mitSchnee ganz bedeckt fanden, so füllten sie ihre verdorrtenund vor Durst entbranten Gedärme ohne Masse mitdem Schnee. Sie füllten auch einen Kessel und Wa>-serkrug damit für uns, die wir aus Schwachheit i>NBoote zurückgeblieben waren. Ich muß gestehen, sagtQuirino, daß ich desselben so viel zu mir nahm, daßich denselben schwerlich würde auf dem Rücken davontragen können. Es kam mir so vor, daß meine ganz*Wohlfahrt und Glückseligkeit vom Genusse desselben ab-hinge: jedoch die Uebermaaffe des Schnees bekam fünftevon unsern Leuten so übel, daß sie in derselben Nacht