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Geschichte der Entdeckungen und Schiffahrten im Norden / von Johann Reinhold Forster
Seite
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n. Abschn. zur Zeit des Mittelalters. 28!

unter den Menschen noch übrig war. Man schafte dieschändlichen gerichtlichen Zwcikämpfe ab, die man aufeine Gotteslästernde Weise Gorres Gerichte zu nen-nen pflegte, und führte dagegen die Appellation an hö-here Gerichtshöfe ein.

Nun fing ganz Europa allmähllg an, die herrli-chen Früchte dieser hervorkeimenden Freiheit zu gemessen.Im Morgenlande, der ersten Wiege der Wissenschaftenund Künste, hehlte man selbst durch die Kreuhzüge zumzweytenmale neues licht für den Verstand, neue Ge-werbe und Künste zur Beschäftigung für den Städter,und neue Pflanzen und Thiere für die Landwirchschaft.In Italien hatten sich die Genueser nebst den Venetia-nern und Pisanern durch Verleihung ihrer Schiffe andie Kreuhfahrer und durch ihren Antheil an der Beuteansehnlich bereichert, und hatten also nicht nur Gelegen-heit, ihre Schiffe ansehnlich zu vermehren, sondern sielernten auch die Oerter kennen, wo man Seide, Baum-wolle, Specereien und alle die Kostbarkeiten Indiensleichter, als über Konstantinopel sich hohlen konnte ; undbald waren sie nebst den übrigen Freistadten Italiens dieeinigen, welche den ganzen Handel, nicht nur des Mit-telmeers, sondern auch des schwarzen Meeres an sich ge-zogen hatten. Selbst die deutschen Städte längst denKüsten der Ost - und Nordsee fingen an, sich unter ein-ander zur Beförderung und Ausbreitung ihres Handelsin einen Bund zu vereinigen, den sie mit dem altendeutschen Worte die Hanse, den Bund, benannten.Die Griechen und Araber gaben den Europäern auchManche Veranlassung zur Erlernung neuer Wissenschaf-ten und Kenntnisse, und obgleich diese erborgte Weis-heit von den Christen vornämlich auf die Religion unddie speeulative Philosophie angewendet ward; so ge-brauchte man doch die Gelehrsamkeit von nun an als

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