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Geschichte der Entdeckungen und Schiffahrten im Norden / von Johann Reinhold Forster
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288 Von den Entdeckungen im Nord. II. Abschli.

sind. Die Wurzel ist eine bis zwei, auch wohl dreiSpannen lang. Die Farbe der Rinde ist kastanien-braun. Ihre Dicke ist so wie r die vom Beine einesMenschen unten, einige auch so wie die Lende oben. Ausder grossen Wurzel kommen sehr viele kleine Würzelchen,die sich in der Erde verbreiten. Diese werden wegge-nommen , wenn man die grosse Wurzel will in Stückenschneiden, welche inwendig gelb ist, mit vielen schön ro-then Adern: voll j eines roth und gelben klebrichtenSaftes, der die Finger und Hände gelb färbet. Wür-de man die Wurzel sogleich aufhängen, so würde derSaft alle heraus laufen, die Wurzel leicht und untaug-lich werden. Man legt daher die Stücke zuerst auf lan-ge Tafeln, und kehrt sie jeden Tag drei bis viermal um,damit sich der Saft der Wurzel einverleibe und gleich-sam gerinne. Nach vier bis sechs Tagen höhlt man dieWurzeln aus und rieget sie auf Schnüren, und hängt siean die Luft und den Wind, doch so, daß sie nicht den !Sonnenstrahlen ausgesetzt sind; und auf die Art wer- Iden die Wurzeln in zwei Monathen trocken, und kom- !»nen zu ihrer Vollkommenheit. Man gräbt die Wur-zel noch im Winker aus, ehe die Blätter auöschlagen;weil denn der Saft und alle Kräfte der Pflanze in derWurzel vereinigt sind. Der Frühling aber tritt in denProvinzen Lampion und Succuir nicht vor dem En-de des Maymonaths an. Die im Sommer gegrabenenWurzeln, wenn die Blätter schon getrieben sind, blei-ben leicht, schwammigt, löchericht und mager; habendie gelbe Farbe der im Winter gegrabenen nicht, sondernoh sie gleich roth sind; so sind sie doch nicht von derGüte derer vor dem Frühlinge gegrabenen Wurzeln.Diejenigen, so die Wurzeln auf den Bergen graben,bringen sie entweder in bespannten Karren, oder aufPferden vom Gebirge in die Ebene und nach Succulk/wo sie ein Fuder für i6 kleine Gewichte vonSilber (8gZZ>o)

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