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Geschichte der Entdeckungen und Schiffahrten im Norden / von Johann Reinhold Forster
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29V Bonden Entdeckungen im Nord. ll. Abschtl.

heißen) beschlossen, einen Gesandten mit einem großenGefolge nach Konstantinopel an den Gros - Türken durchdie wüste Tartarei im Norden des Kauschen Meeres,zu schicken, um mit den Türken einen Bund gegen denSoft', ihren gemeinschaftlichen Feind zu schließen. Daer nun manche Vortheile, außer denen des Weges da-bei vorhergesehen, so habe er die Reise mit ihnen bisK ffa (in der Krimm) unternommen. Allein wäre erdenselben Weg mit der Karavane zurückgekommen, sowürde er durch folgende Oerter gegangen seyn. Er be-merkte zugleich, der Weg würde nach Tagereisen gerech-net, auf deren jede man 8Farjeng (Parasangen) rech-nete, und jede derselben wäre wieder drei venetianischtMeilen groß. (Davon ;8 bis 59 auf einen Grad gehen).

Rampion (Kampition, Kampicion, Konischenin der Provinz Schensi, am Fluße Etzine- Moren)ist eine große mit dicken doppelten, mit Erde ausgefüll-ten Mauren, umgebene Stadt, in einer fruchtbaren,wohlangebauten Ebene. Die Häuser sind von Back-steinen gebauet, zwei bis drei Stockwerk hoch und schönbemahlt. Die Tempel sind ansehnlich von gehauenenSteinen, mit Riesenmäßigen ganz vergoldeten Götzen-bildern, und kleineren, die sechs bis sieben Köpfe undzehn Hände haben, die eine Schlange, Vogel, Blumeu. d. g. halten. Die Einwohner sind zahlreich, verste-hen die Steinhauerei sehr wohl und lassen sich großeBlöcke auf beschlagenen Wagens mit 40 Rädern und von5 bis 6oo Pferden oder Mauleseln bespannt, aus denSteinbrüchen hohlen. Ihre langen Kleider sind vonschwarzer Baumwolle, im Winter mit Wolf und Schaffpeltz gefüttert. Die Vornehmen brauchen aber Zobel

und

*) D'e Mbecken heißen wegen der Mützen in ihrem Tulbande, diegrün sind Ieschilbasch (Grünköpfc) so wie man die Perser wcgtvder rothen Mützen iin TuibMe Lisilbasch <Rothköpft- nennt.