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Beyträge zur Geschichte und Kenntniss meteorischer Stein- und Metall-Massen / Carl von Schreibers
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Betrachtung unter der Loupe zeigt sich, daß die obere Schichte doch nicht abgerieben oder abgestoßen ist, in welchemFalle solche Stellen ganz matt, porös und gleichsam schwammig erscheinen, sondern daß sie nur in einer andernModification vorhanden ist, nähmlich Statt Runzeln und Adern, großen Theils bloß erhabene Puncte und Körnerbildend.

Von eingedrückter Erde zeigt sich an der schmählern, der gebogenen, breit gedrückten Seitenkante entgegen gesetz-ten Seitenfläche die meiste Spur, aber auch hier nur in den zarten Zwischenräumen der erhabenen, scharfen Adern,und, wie am gewöhnlichsten, in den vertieften mikroscopischen Puncten und Poren der Oberfläche.

Die Abbildung, welche diesen Stein als Musterstück solcher von geringerer Größe bey vollkommener Integrität undvon ausgezeichneter Form darstellen soll, zeigt denselben, auf einer Seitenfläche liegend und mit der Endspitze nach un-ten gekehrt, um mit dem so viel als möglich ganzen Umrisse die gewölbte Grundfläche, und die eine, breiteste, Seiten-fläche gegen welche die Spitze gebogen ist mit ihren Seitenrändern wovon der eine die gebogene, breit ge-drückte Kante bildet ersichtlich zu machen.

Z w e y t e F i g u r. s. b.

Ebenfalls einer van den kleineren, bei- St an» ern gefallenen Steinen, 4 Lach I Quentchen wiegend, welcher gan;erhalten worden ist, und eine auffallend regelmäßige Form zeigt.

ES wurde derselbe, am andern Tage nach dem Ereignisse, von einem Landmanne auf einem Haberfclde zwischenLang- und Klein-Pirnitz, ebenfalls im südlichen Theile des befallenen Flächenraums (und zwar etwa 2/»00"südlich von der Kirche von Staune rn, beyläufig 700" östlich von der Fallstelle des vorhin beschriebenen ähnlichenSteines, und ziemlich in gleicher Entfernung vom äußersten Fallpuncte in S.), flach aufliegend und einen starkenZoll tief in daS Erdreich eingedrungen gefunden, und am 28 . May mir selbst zu Lan g-P irnitz, wo ich auf derFahrt nach Stann ern angehalten hatte, um vorläufige Erkundigungen einzuziehen, auf mein Verlangen überlassen.(Situations-Plan Nr. 16.)

Er ist vollkommen ganz und durchaus überrindet, nur eine Ecke ist etwas abgestoßen, und ein kleines Stück derobern Endspitze abgeschlagen; der Verlust an Masse kann indeß kaum 2 Quentchen betragen.

Es stellt derselbe eine etwas verschobene, aber ziemlich gleichseitig dreyseitige, oder vielmehr eine ungleichseitig vier-seitige, etwas verlängerte Pyramide vor. Er zeigt nähmlich eigentlich zwar nur drey ziemlich gleich breite Seitenflächen;allein eine derselben ist, durch eine, obgleich nur unvollkommene Kante, die sich aber an der Grundfläche doch durcheine deutlich» Ecke ausspricht, der Länge nach in zwey sehr ungleiche Hälften getheilt.

Diese solcher Gestalt getheilte D^nfläche ist im Ganzen etwas conver, und durch vechältnißmäßig sehr große Ein-drücke sehr uneben, ja durch einen besonder« großen und tiefen gegen die Basis hin, welcher beynahe einem Verlustean Masse, durch spätere Loötrennung oder Absprengung eines Stückes (wenn diesem nicht zum Theil die Gleichförmig-keit der Rinde widerspräche) zugeschrieben werden könnte, gewisser Maßen verunstaltet. Die beyden andern Seiten-flächen, welche mit dieser beyderseits unter einem ziemlich stumpfen Winkel, in eine sehr stumpfe, verdrückte und aus-geschweifte, unter sich aber in eine beynahe schneidend scharfe, aber im Verlaufe, durch Eindrücke von den Flächen her,mehrere Mahle gebogene gemeinschaftliche Kante, unter einem ziemlich spitzen Winkel zusammen stoßen, sind ziemlichflach, eher etwas vertieft, und haben zwar ziemlich viele, aber nur seichte und breit verlaufende Eindrücke, die mehrden Unebenheiten einer natürlichen Bruchfläche des Steines, als den gewöhnlichen Eindrücken gleichen. Nach dem einenEnde zu verschmälern sich die Seitenflächen allmählich, und gehen, nachdem sich die eine unvollkommncre Kante, wel-che die convere Seitenfläche theilte, mit der nächsten zu vereinigen scheint, in die Spitze über, welche, obgleich sie ab-gebrochen ist und ursprünglich fehlt, nach der Richtung der Flächen stumpf und dreyseitig, und etwas gegen die convexeFläche gebogen gewesen seyn dürfte.

Die Grundfläche ist fast flach, nur etwas vertieft, sonst vollkommen eben, und bildet ein sehr ungleichseitiges, ver-schobenes Viereck, indem jeder Seitenfläche selbst den beyden sehr ungleich getheilten Hälften der einen convexen eine Kante, und jeder Seitenkante selbst der unvollkommenen, jene Fläche theilenden eine, wenngleich stumpfe,