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Beyträge zur Geschichte und Kenntniss meteorischer Stein- und Metall-Massen / Carl von Schreibers
Entstehung
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Ecke entspricht. Die mit den beyden Hälften der convexen Seitenflächen gebildeten Kanten sind sehr stumpf, jenemit den zwey andern Seitenflächen aber ziemlich scharf, und da diese Seitenflächen mit ihrer gemeinschaftlichen Kantesich nach diesem Ende des Steines hin beträchtlich verlängern; so erhält die Grundfläche dadurch eine ganz schiefe Rich-tung gegen die viel kürzere convexe Seitenfläche, und die durch jene verlängerte Seitenkante mit den beyden Grundkan-ten der Seitenflächen gebildete Ecke springt bedeutend vor, und scheint (da sie verbrochen ist) ziemlich scharf gewesen zuseyn.

Die Rinde ist an diesem Steine besonders merkwürdig, und zeigt eine wesentliche und auffallende Verschiedenheitnach den verschiedenen Flächen desselben.

Auf der convexen Seiten - und der mit dieser auch im Uebrigen übereinstimmenden Grundfläche ist sie von der sehrrauhen,'runzlicht- aderigen Art (A. a. 1. Gilb ert'ö Annalen Bd. 31 , S. 56), mit dem gewöhnlichen Glänze, derdurch matte Stellen wo nähmlich die oberste Schicht abgesprungen ist unterbrochen wird, und von mehr braunerals schwarzer Farbe. Auf den beyden andern Flächen dagegen ist sie ganz glatt, sehr dicht, fest und gleichförmig, sehrschwach aderig, und nur sehr undeutlich und unvollkommen blattförmig gezeichnet, pechschwarz und sehr fettig glänzend.(B. 2 . ebendas. S. 57.) Von der convexen Seiten- und der Grundfläche über die Kanten her, bildet die dortige rau-here Rinde auf die Rinde dieser Flächen herüber undeutliche und nicht scharf begränzte Säume (t).

Von unvollkommener Rinde zeigt sich keine Spur an diesem Steine, und von eingedrückter Erde nur etwas ander Grundfläche, aufweiche der Stein, vermöge seines natürlichen Schwerpunktes auch aufgefallen seyn mußte.

Figur 2. a. stellt diesen merkwürdigen Stein, auf den beyden glatten Seitenflächen und ihrer gemeinschaftlichenKante liegend, von der convexen, unebenen und unvollkommen getheilten Seitenfläche ', und der mit derselben in schie-fer Richtung verbundenen Grundfläche vor;

Figur 2. b. zeigt denselben aber, auf jener Seitenfläche ruhend, von der gemeinschaftlichen, schneidend scharfenKante, in welche die beyden andern Seitenflächen zusammenstoßen.

Dritte Figur.

Einer der kleinsten, und doch vollkommen üderrindctcn Steine von dem Ereignisse bey Stanncrn, von kaum 22Quentchen am Gewichte.

Es ward derselbe einige Zeit nach der Begebenheit, in Folge nachträglicher Etlicher Aufforderung an das Land-volk jener Gegend, die etwa noch verborgen liegenden Steine aufzusuchen und abzuliefern, an das k. k. Kreiöamt zu Jg-l a u eingebracht, und von diesem mit mehreren andern eingesendet.

Da dieser Stein zu klein und unbedeutend schien, so ward weder der Finder nahmentlich angezeigt, noch in demspäterhin aufgenommenen Situations-Plane die Stelle angedeutet, wo derselbe aufgefunden wurde; indessen doch indemEinbegleitungSschreiben bemerkt: daß derselbe auö derGegend von L ang-Pirn itz, demnach aus dem südlichen Theiledeö befallenen Flächenraums, eingebracht worden sey.

Er ist vollkommen ganz, und nur an einer Seite etwas abgeschlagen, so daß der Verlust an Masse etwa ein hal-bes Quentchen betragen haben möchte; außer dieser Stelle ist er um und um mit Rinde bedeckt.

Er bildet eine etwas verdrückte, verschoben aber ziemlich gleichseitig vierseitige, sehr abgestumpfte und niedere Py-ramide, und gleicht mit dieser Form, die sich ziemlich deutlich auf den ersten Blick auöspricht, und im Kleinen, sehrdem Steine von Tabor; nur ist die Grundfläche (so wie bey den Steinen von Lissa und L'Aiglc) durch eine sehrstarke schiefe Abstumpfung einer Kante, wodurch die Fläche gleichsam in zwey Hälften getheilt wird, verunstaltet, wo-

(,) Diese höchst merkwürdige, und, wie mir däucht, für die Erklärung der Bildung der Rinde sowohl, als der Formirung (Ver-einzelung) der Steine sehr wichtige Eigenheit derselben, Säume zu bilden, spricht sich am deutlichsten an dem gleich zu be-schreibenden, und vorzugsweise deßhalb (übrigens auch der Große, Vollkommenheit und Form wegen) auf derselben Tafel Fi-gur 5 abgebildeten Steine aus, mit welchem dixser, und zwar nicht nur in der Form, sogar in den einzelnen Unregelmä-ßigkeiten derselben,> sondern auch in der ganzen Beschaffenheit und Art der Ueberrindung, die auffallendste Ähnlichkeit undUebereinstimmung zeigt.