ZEICHNUNGSMETHODE.
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13je Mondhemisphäre stellt sich uns als eine Fläche dar, auf welcher wir die in der Mitte gelegenenGruhen und Berge von oben, die am Rande gelegenen aber von der Seite sehen. Um diesen Beob-achtungen vollständig entsprechen zu können, habe ich die vorliegende Mondcharte in der ortho-graphischen Projection gezeichnet, die auch von den frühem Mondbeobachtern hei solchen Abbil-dungen angewendet worden ist.
Denkt man sich dabei den Mond genau in seiner mildern Libration, und das Auge bei jedemPunkte semer stehtbaren Oberfläche parallel mit der von dem Erdeentrum „acl, der Mondmitte gezo-genen Gesichtslinie, so "wird stell dte Halbkugel dieses Weltkörpers auf einem Kreise darstellen, dersenkrecht auf dem Mondätptator steht, und dessen Ebene genau durch Leide Pole, und durch denJOsten Grad der östlichen und der westlichen Lange geht. Der mittlere Meridian - 0° Langewird, wie jeder Parallelkreis, als gerade Linie, der Randmeridian - 90° Länge - als voller Kreisalle übrigen Meridiane aber werden als mehr oder weniger offene Ellipsen erscheinen, und sich inden Polen vereinigen.
Hierbei sind die senkrechten Abstände der Parallelkreise vom Aequalor, gleich dem Sinns derBreite des Parallels, und die senkrechten Abstände der Meridiane von dem ersten derselben, der alsgerade Luuc beide Pole verbindet, sind gleich dem Produkte aus dem Sinus der gegebenen Läm-cund dem Cosinus der Breite des Punktes, für welchen der senkrechte Abstand des Meridians berech-net werden soll.
Den Mondhalbmesser zur Einheit angenommen, g;ebt die umstehende Tafel von 5 zu 5°, fj irden in der Anfangs - Spalte benannten Parallelkreis, in jeder Zeile die Abstände der durch die Ue-herschriit hezeichneten Mcri laue von dem Ersten derselben, der die senkrechte Mondmittcllinie bildetund, da die Mondscheibe, so viel die Beobachtungen zeigen, kreisförmig ist, auch die Abstände derParallelkreise vom Aoquator, wenn man statt derselben die Entfernungen der Meridiane unter 0°Breite von dem Ersten derselben nimmt.