und der Eintheilung des Vortrages. 33
ſelbſt weder groß noch maͤchtig machen kann, wenn
man ein armes und von Nahrung entbloͤßtes Land
hat. Unterdeſſen muͤſſen wir dieſe aͤchten Quellen
nach der Lebe dennoch allenthalben vermuthen. We-nigſtens reden alle Hoͤfe eine Sprache, die dieſen
Quellen gemaͤß iſt. Es wird alſo kein Hof verlan-
gen, daß man andere Grundſaͤtze vortraͤgt, als
welche mit dieſen Quellen uͤbereinſtimmen. Wie
kann auch ein ehrlicher Mann andere Grundſaͤtze in
dieſen Wiſſenſchaften annehmen, als welche die Na-
tur der Sache, die Wahrheit und geſunde Vernunft
erfordern. Es iſt aber dieſem nichts ſo ſehr ge welche aus demvg als daß dieſe Grundſaͤtze aus dem Endzwecke Fudiwecte dereines jeden Staats hergeleitet werden. Man muß herzuleitendemnach zu erſt vortragen, was ein Staat und ge-meines Weſen iſt, und worinn der Endzweck deſ-
ſelben beſtehet.
Man behauptet gemeiniglich, daß die Republi⸗ Wahrſcheint 8ken aus Furcht vor dem Ueberfall anderer entſtan-den ſind. Allein dieſes kann wohl verurſachen, daßman ſich mit einander vereiniget und gewiſſe Ver-reaͤge macht, ſolchen Ueberfall mit vereinigten Kraͤf-
ten abzutreiben, nicht aber, daß man ſich eines an-dern Gewalt unterwirft. Es iſt alſo wahrſcheinli-cher, daß ſie aus der Regierungsart der Familienentſprungen ſind, indem der Altvater uͤber ſeine Kin-der und Geſinde nothwendig ein gewiſſes Anſehenund Gewalt haben muͤſſen, welches bey ſeinem Ab-ſterben auf ſeinen aͤlteſten Sohn fiel, bis es durchdie Zeit zu einer wirklichen Beherrſchung erwachſeniſt*). Man hat hin und wieder Spuren, daß dieRepubliken wirklich auf dieſe Art entſtanden ſind; ob-gleich große Reiche auf ſolche Weiſe niemals erwach-ſen koͤnnen. Dieſe entſpringen gemeiniglich durch
Staatsw. I. Th. C die