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1 (1758) Die Lehre von Erhaltung und Vermehrung des Vermögens des Staats, und mithin die Staatskunst, die Policey- und Commercien-Wissenschaft nebst der Haushaltungskunst / Johann Heinrich Gottlob von Justi
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und der Eintheilung des Vortrages. 33

ſelbſt weder groß noch maͤchtig machen kann, wenn

man ein armes und von Nahrung entbloͤßtes Land

hat. Unterdeſſen muͤſſen wir dieſe aͤchten Quellen

nach der Lebe dennoch allenthalben vermuthen. We-nigſtens reden alle Hoͤfe eine Sprache, die dieſen

Quellen gemaͤß iſt. Es wird alſo kein Hof verlan-

gen, daß man andere Grundſaͤtze vortraͤgt, als

welche mit dieſen Quellen uͤbereinſtimmen. Wie

kann auch ein ehrlicher Mann andere Grundſaͤtze in

dieſen Wiſſenſchaften annehmen, als welche die Na-

tur der Sache, die Wahrheit und geſunde Vernunft

erfordern. Es iſt aber dieſem nichts ſo ſehr ge welche aus demvg als daß dieſe Grundſaͤtze aus dem Endzwecke Fudiwecte dereines jeden Staats hergeleitet werden. Man muß herzuleitendemnach zu erſt vortragen, was ein Staat und ge-meines Weſen iſt, und worinn der Endzweck deſ-

ſelben beſtehet.

Man behauptet gemeiniglich, daß die Republi⸗ Wahrſcheint 8ken aus Furcht vor dem Ueberfall anderer entſtan-den ſind. Allein dieſes kann wohl verurſachen, daßman ſich mit einander vereiniget und gewiſſe Ver-reaͤge macht, ſolchen Ueberfall mit vereinigten Kraͤf-

ten abzutreiben, nicht aber, daß man ſich eines an-dern Gewalt unterwirft. Es iſt alſo wahrſcheinli-cher, daß ſie aus der Regierungsart der Familienentſprungen ſind, indem der Altvater uͤber ſeine Kin-der und Geſinde nothwendig ein gewiſſes Anſehenund Gewalt haben muͤſſen, welches bey ſeinem Ab-ſterben auf ſeinen aͤlteſten Sohn fiel, bis es durchdie Zeit zu einer wirklichen Beherrſchung erwachſeniſt*). Man hat hin und wieder Spuren, daß dieRepubliken wirklich auf dieſe Art entſtanden ſind; ob-gleich große Reiche auf ſolche Weiſe niemals erwach-ſen koͤnnen. Dieſe entſpringen gemeiniglich durch

Staatsw. I. Th. C die