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1 (1758) Die Lehre von Erhaltung und Vermehrung des Vermögens des Staats, und mithin die Staatskunst, die Policey- und Commercien-Wissenschaft nebst der Haushaltungskunst / Johann Heinrich Gottlob von Justi
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37
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und der Eintheilung des Vortrages. 32

3 hin offenbar die arſtocratiſche Verfaſſung an.8 Die Repraͤſentanten des Volkes aber, welche dasUnteghaus ausmachen, und auf welche in vielenUngelegenheiten des Reichs das meiſte ankoͤmmt,geben die democratiſche Vermiſchung zu erkennen.Das deutſche Reich hat keine monſtroͤſe Regie-ungsform, wie einige Gelehrte geglaubt haben.6 Nach ſeinen Grundverfaſſungen und Geſetzen, ge-hoͤret es unter diejenigen vermiſchten Regierungs-ormen, die aus der Monarchie und Ariſtocratie zu⸗ 8ammen geſetzet ſind. Nur die Macht verſchiede-ner Reichsſtaͤnde verurſachet, daß die Reichsgeſetzeund Verfaſſungen nicht allemal beobachtet werdenoͤnnen.

**) Der Herr von Montesquiou in ſeinem Buche vonden Geſetzen, rechnet die deſpotiſche Herrſchaft un-

er die Regierungsformen, und dahingegen be-greifet er die Ariſtocratie und Democratie zuſam-nen unter denen Republiken, ſo, daß ſeine dreyer-by Regierungsformen aus Republiken, Monar-chien und deſpotiſchen Herrſchaften beſtehen. Al-bin dieſe Eintheilung iſt meines Erachtens nichtvohl getroffen. Republik iſt der allgemeineName, welcher alle Regierungsformen unterſch begreift, und welcher dem Stande derratuͤrlichen Freyheit entgegen geſetzt iſt. DerDeſpotiſmus aber kann am allerwenigſten eine be-ſondere Art der Regierungsformen ausmachen, daman offenbar ſiehet, daß er weiter nichts als einMisbrauch der Monarchie iſt. Wollte man ſichdurch den gemeinen Begriff des Wortes Republik,da es gemeiniglich den Monarchien entgegen ge-ſetzet wird, verfuͤhren laſſen: ſo koͤnnte man nurzweyerley Arten von Regierungsformen annehmen,naͤmlich Monarchien und Republiken; und jedewuͤrde ſich wieder in zwey Claſſen eintheilen, naͤm-lich die erſte in eigentliche Monarchien und deſpo-tiſche Herrſchaften und die Republiken in Ariſto-cratien und Demogratien. Allein auch hier wuͤr-

de kein weſentlicher Unterſchied ſeyn, weil Monar-chie und Deſpotiſmus beyde eine Herrſchaft eineseinzigen iſt.

C 3 1.“