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1 (1758) Die Lehre von Erhaltung und Vermehrung des Vermögens des Staats, und mithin die Staatskunst, die Policey- und Commercien-Wissenschaft nebst der Haushaltungskunst / Johann Heinrich Gottlob von Justi
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die Guͤter der Unterth. ſicher zu ſtellen. 145

Regenten, weil es ſich der Unterthan ſelbſt beyzumeſ-ſen hat, daß er mit ſeinem Vermoͤgen nicht vorſich-tiger umgegangen iſt.

§. 116.

Wir kommen nunmehr auf die Arten von Unrecht, Unter den inn-

Gewalt und Betrug, ſo den Perſonen und Guͤtern 8der einzelnen Unterthanen von boͤſem und luͤderlichem üind Mord,Geſindel, ſo ſich innerhalb den Graͤnzen des Landes Naub, und ge-ſelbſt aufhalten, zugefuͤget wird(§. 112),. Die ab⸗ Desſtahl, derſcheulichſte Art derſelben iſt ohne Zweifel, wenn auf“den Landſtraßen, oder des Nachts auf den Gaſſen ſes Ulebel desder Staͤdte, Mordthaten und gewaltthaͤtige Raube⸗ Staats.reyen vorgehen, oder die Unterthanen des Nachts inihren Haͤuſern von Diebesrotten uͤberfallen werden.Wenn dieſes haͤufig geſchieht: ſo iſt es eines dergroͤßten Uebel in einem Staate. Ein weiſer Re-gent kann alſo nicht aufmerkſam genug ſeyn, um der-gleichen abſcheuliche Unordnungen, die der Ruhe undGluͤckſeligkeit aller Unterthanen ſo ſehr zuwider ſind,auszurotten, oder beſſer niemals aufkommen zu laſ-ſen; und die Sicherheit der Straßen muß ihm alseiner der wichtigſten Puncte ſeiner Vorſorge am Her-zen liegen.

„ F. 117.

Wenn wir dieſen hoͤchſten Grad der menſchlichen Quellen dieſerBosheit in ſeinen erſten Quellen aufſuchen: ſo werdenwir vielleicht nicht irren, wenn wir die uͤble Erzie⸗ die der Regenthung der Jugend und die daher ruͤhrende Ausſchwei-fung der erwachſenen Leute, den Mangel der Nah-rung im Lande, oder den fehlenden Trieb der Unter-thanen, zu Manufacturen, Commercien und andernNahrungsarten, die Bedruͤckung des Landes mitſchweren Abgaben und andere Gebrechen der Regie-

Staatsw. I. Th. K rung

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