152 Von dem Reichthume&&X r ꝓ
Zöweyte Abtheilung.Von dem Reichthume des Staats.
§. 125.
Die Gluͤckſelig⸗ 1 Neeeeens. der Gluͤckſeligkeit desH Staats nicht zureichend, ſondern es wird nochſamen Neich⸗ erfordert, daß er mit genugſamen Reichthu-thum. me verſehen ſey(§. 3z5. 32). Dieſe zweyte Abthei-lung des erſten Buches iſt alſo gewidmet, um dieſeszweyte Hauptaugenmerk einer weiſen Regierung, naͤ-Was der Keich⸗ her zu erwaͤgen. Man verſteht aber unter dem Reich-G kan⸗ thume des Landes eine genugſame Menge darinnenbefindlicher Guͤter, die zur Nothdurft und Bequem-lichkeit des Lebens erfordert werden, und vermittelſtwelcher die Unterthanen durch Fleiß und Arbeit ihre
gute Nahrung finden koͤnnen.
26.
Ein vand, ds Der Reichthum beſteht alſo eigentlich in denjenigen
ſchaft“ Guͤtern, die nach der jedesmaligen Beſchaffenheit und
dern hat, kann Lebensart der Welt zur Nahrung, Bekleidung, Woh-
und nung und allen andern Arten der menſchlichen Noth-eich 8 8 1 1
ſeyn. durft und Bequemlichkeit gebraucht werden: und
wenn es moͤglich waͤre, daß ein Land alle dieſe Guͤter
in genugſamer Menge in ſich ſelbſt hervorbraͤchte, und
keinen Zuſammenhang und Geſchaͤffte, welche die Ein-
und Ausfuhr gewiſſer Guͤter noͤthig machen, mit an-
dern Voͤlkern haͤtte: ſo wuͤrde man ein ſolches Land
allerdings reich nennen muͤſſen, obgleich keine Spur
von Gold und Silber darinnen angetroffen wuͤrde*).
Allein, kein Land, beſonders in unſerm Welttheile, hat
eine ſolche Beſchaffenheit. Ein jedes Volk hat von
dem