186 Von der Kenntniß
§. 170.
Die Schiffahrt Gleichwie aber die Schiffe auf der See vielerleygiebt zu vieler Gefaͤhrlichkeiten unterworfen ſind: ſo wird ein ver-ley Contracten. 8 8.
Anlaß. nuͤnftiger Kaufmann niemals ſein Vermoͤgen oderden groͤßten Theil davon auf einmal den Wellen an-vertrauen. Aus dieſer Urſache pflegen nicht nur ver-ſchiedene in Geſellſchaft die Kauffahrteyſchiffe aus-zuruͤſten: ſondern man hat auch eine Menge vonContracten und Negotien erfunden, als da ſind der
Von Aſſecu⸗ Schiffspart, die Aſſecuranz, u. d. m. Das wich-
bansenh. tigſte darunter ſind die Aſſecuranzen, wenn naͤm-lich ein anderer die Ladung des Schiffes gegen Zah-lung von 3. 5. 10. 20. 30. und mehr von Hundertnach der Maaße der zu befuͤrchtenden Gefaͤhrlich-keiten verſichert, und im Falle des Verluſtes zuverguͤten uͤbernimmt.
§. 171.
Das zweyte Wir kommen nunmehro auf die Geſchaͤffte, die
Hauptgeſchaäͤff⸗ mi 1 8de der erkef, mit dem Verkaufe oder Debit der gewonnenen Waa-
kömmt zuſör⸗ ren verbunden ſind(§. 167). Dieſe kommen nun
zufoͤrderſt auf eine gute Correſpondenz an, damit deran.
Kaufmann nicht allein von dem verſchiedenen Preißeder Waaren in dieſen und jenen Orten und Weltge-genden, ſondern auch von den Zufaͤllen und Bege-benheiten, welche das Steigen und Fallen des Preiſ-ſes nach ſich ziehen, bey Zeiten Nachricht erhaltenmoͤge, um ſeine Maaßregeln in dem Verkaufe undder Verſendung oder der Zuruͤckhaltung der Waa-ren darnach einzurichten; und ein vernuͤnftiger Kauf-mann muß eine ſichere Correſpondenz von Nachrich-ten, die ſich auf den eignen Vortheil und beſondereAbſichten des Correſpondenten gruͤnden, wohl zu un-terſcheiden wiſſen. Die Boͤrſe, ein Haus, wo ingroßen Handelsplaͤtzen die Kaufleute zu Abhandlungihrer