und Handwerks - Wesen. ZO5
nehme nur den Menschen den Trieb zur Aemulationund sich vor andern hervor zuthun; so wird mandie trägsten Tbiere aus ihnen machen. Unter densonderbaren Staats - Marimen der Herren Jesuitenin dem Collegio Theresiano zu Wien war auch diese,daß denen darinnen studi, enden Fürsten, Grafen uNdAdelichen nicht erlaubt war, Gold und Silber aufden Kleidern zu tragen, unter dem Vorwande,keine Aemulation hierinnen unter ihnen zu gestatten.Allein ich erinnere mich nicht, daß ein Gesetz vorhan-den war, die Aemulation um die ehrwürdigen Vaterzu beschenken, zu verbiethen.
§. 29s.
Die Stahlfabriken sind gleichfalls von großerWichtigkeit vor den Staat. Eine Menge stählerneInstrumente und Sachen, die bey so vielen Hand.thierungen zum mechanischen Gebrauche dienen, ma.chen einen große» Vertrieb darinnen, und wenn dasGeld davor außer Land geht; so wird es sich gewißjährlich auf eine beträchtliche Summe erstrecken.Den nvch findet ma» keine Schwierigkeit, dergleichenFabriken anzulegen. Verständige Chymie! müssenallenthalben den besten Stahl machen können; undwenn man sich der oben (§. 18) vorgeschriebenen Ta-belle bedienet, um von den in dem Lande nöthigenInstrumenten und Gerathen genügsame Nachrichtzu haben: so wird man gar leicht im Stande seyn,nach vo> gängiger Kenntniß von ihrer Güte und Be-schaffenheit die Verfertigung derselben in den Fabri-ken zu veranstalten.
§. 29 u
Wenn das Land selbst unedle Metalle hervor-bringe: so muß man nicht unterlassen, Meßing-hükken, Kupfer- und Eisen-Hammer, anOrten wo dasHolz wohlfeil ist, anlegen zu lassen, damit auchEraarsw. l. Th. U hier-
Stahlfabrikensind gleichfallsvon großerWichtigkeit.
Man muß alleandere Fabri-ken zum Doiktheile des Lan-des anzulegensuchen,