der Unterthanen. 431
rungsgeſchaͤfte empfangen haben wuͤrde, wenn dieſeſchlechten Wirthe die Regeln einer guten Wirth-ſchaft beſſer ausgeuͤbet haͤtten. Es iſt alſo hiernichts weniger als ein Widerſpruch vorhanden.
§. 4üi.
Der Unterſchied unter den unmittelbaren und mit⸗ unterſchied un-
telbaren Pflichten der Unterthanen gegen den Regen⸗ kerz den unmit-ten und den Staat koͤmmt hauptſaͤchlich darauf an, mittelbarendaß die erſten zu dem Weſen der Republik gehoͤren, Sdergeſtalt, daß der Endzweck eines gemeinen Weſensnaͤmlich die gemeinſchaftliche Gluͤckſeligkeit, und dasBand zwiſchen der oberſten Gewalt und den Unter-thanen ohne dieſelben nicht beſtehen kann. Die mit-telbaren Pflichten hingegen betreffen das Weſen derRepublik nicht ſo genau; und ob ihm zwar die Ver-letzung dieſer Pflichten einigen Schaden verurſachet:ſo wird doch ihre Verfaſſung ſelbſt dadurch nicht er-ſchuͤttert. Daher koͤnnen auch die Unterthanen zuden unmittelbaren Pflichten durch Zwangsmittel an-gehalten werden; und ihre Verletzung zieht ſo garbey den meiſten die aͤußerſten Strafen nach ſich.Allein, zu den mittelbaren Pflichten koͤnnen die Un-terthanen nicht fuͤglich durch Zwangsmittel ange hal-ten werden; ſondern der Regent muß ſich ganz andererMaaßregeln bedienen, wenn er die Unterthanen zuderen Beobachtung bewegen will.
§. 412.
Es laͤßt es naͤmlich die Beſchaffenheit eines Staats Der Regentund die Natur der Sache nicht wohl zu, daß ſichdie oberſte Gewalt darum bekuͤmmern kann, wie die guren Wirth-Unterthanen ihre Haushaltung fuͤhren und ſich ihres ſchaft zwingen.Vermoͤgens gebrauchen. Zuforderſt iſt keine Auf-ſicht daruͤber moͤglich, weil der Staat ſonſt ſo viel
Auf-