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1 (1758) Die Lehre von Erhaltung und Vermehrung des Vermögens des Staats, und mithin die Staatskunst, die Policey- und Commercien-Wissenschaft nebst der Haushaltungskunst / Johann Heinrich Gottlob von Justi
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476 Von dem vernuͤnftigen Gebrauche

rungen und Schaͤden, welches ihre gute Ordnungin dem Rechnungsweſen leicht haͤtte verhindernkoͤnnen.

6§. 461.

LEö— Taxen oder Wuͤrdigungen der Guͤter ſind Be-gen der Guͤter, ſtimmungen ihres wahren Werthes, den ſie derma-eagund ncbie⸗ len in den Gewerben und Nahrungsgeſchaͤfften ha-ben; und ſie ſind entweder gerichtliche oder außer-gerichtliche Taxen. Die gerichtlichen geſchehen aufVeranſtaltung des ordentlichen Richters von ſolchen

Perſonen, die dazu beſonders vereidet ſind, und eine

genugſame Kenntniß in derjenigen Art von Guͤtern

beſitzen, welche gewuͤrdiget werden ſollen; die auſ-ſergerichtlichen Taxen hingegen werden von zwey Par-

theyen, die ein beſonderes Geſchaͤffte mit einander

haben, vermoͤge eines Vergleiches unter ſich, derge-

ſtalt veranſtaltet, daß ein jeder Theil gewiſſe in der

Sache verſtaͤndige Perſonen erwaͤhlet, welche den

wahren Werth der Guͤter beſtimmen ſollen, unter derBedingung, daß der mittlere Preiß von beyden Thei-

len als gerecht erkannt werden ſoll, wenn die Taxa-

tores ſelbſt verſchiedener Meynung ſind. Z. E. Der

eine Theil der Tapatoren hat ein Pferd, welches in

der Verpachtung mit uͤberlaſſen werden ſoll, vor 50

Rehl. geſchaͤtzet, der andere aber vor 40 Rthlr.;

ſo iſt 45 Rthlr. der wahre Preiß, wovor es der

Pachter annehmen muß. Das eigene Urtheil des

Beſitzers von dem Werthe ſeiner Guͤter iſt zwar in

der That gleichfalls eine Taxe oder Wuͤrdigung;

allein, weil ſie, in Abſicht auf andere, die dieſe Guͤ-

ter kaufen wollen, von keiner Wichtigkeit iſt: ſo

kann man ſie eher unter die Anſchlaͤge der Guͤter

rechnen, die von den Taxen gleichfalls nicht ſehre unterſchieden ſind. Es iſt aber ein Anſchlag eineumſtaͤndliche Beſchreibung gewiſſer unbeweglichen

. Guͤter