der Landwirthſchaſt. 541
tzung ſehr wohl uͤberſehen werden kann. Es iſt dien-lich, allemal eine ſolche Tabelle um Johannis verfer-tigen zu laſſen, weil alsdenn alle Aecker beſtellet undder junge Zuwachs an Vieh ſchon vorhanden iſt.
§. 519.
Das dritte Hauptgeſchaͤffte bey einem Landgute, Ven der Ver-welches zugleich das vornehmſte und wichtigſte iſt, banpantseines,beſteht in der wirthſchaftlichen Verwaltung deſſel⸗ dem zumachen-ben. Hierzu gehoͤret nun vornehmlich ein wohlein⸗ e ea.gerichteter Wirthſchaftsetat, welcher mit dem obenbeſchriebenen Etat der Einnahme und Ausgabe(§. 445.) zwar eine große Aehnlichkeit hat; jedochvon demſelben darinnen abgeht, daß er zugleichauf die Geſchaͤffte der Wirthſchaft ſelbſt eingerichtetſeyn muß. Solchemnach muß darinnen die Anzahldes erforderlichen Zugviehes, des zu unterhaltendenZuchtviehes ſowohl, als des zu den Geſchaͤfften be-noͤthigten Geſindes, nach Maaßgebung der Groͤßeund Beſchaffenheit des Gutes feſtgeſetzet werden.
Nan muß beſtimmen, was alles dieſes zu unterhal-ten koſtet, und wie und auf was Art und Weiſe dieUnterhaltung geſchehen ſoll; desgleichen was zurAusſaat und zu dem uͤbrigen Aufwande in der Haus-haltung erfordert wird. Wenn man nun dieſes ge-gen den Ertrag der Grundſtuͤcke an Fruͤchten und an-dern Nutzungen, ſo wie ſie ein Jahr in das anderegerechnet, zu fallen pflegen, in Ueberſchlag bringt:ſo wird man leicht wahrnehmen koͤnnen, ob derWirthſchaftsetat richtig formiret ſey, dergeſtalt, daßman etwas erſparen koͤnne, als welches der End-zweck und die Hauptbemuͤhung eines jeden Haus-wirthes ſeyn ſoll(§. 444.)
§. 520.
Dieſer Wirthſchaftsetat, welcher das hoͤchſte Ge⸗ Vonem zute-ſetz des Hauswirthes ſeyn muß, bedarf vieler andern icarhes Uee
Bemuͤ⸗ nungsweſen.